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Teutſchen, die ſo lange dauerten, bis ſie unter den Ottonen mehrmahls enrtſcheidend beſiegt wurden, und endlich der b.
Bernhard einen Kreuzzug gegen ſie predigte. Wie ſie nun behandelt wurden, kann uns ſchon der Namen Sklaven leh⸗ ren, der nichts anders als der Namen Slaven iſt, der von den Alten bald auf dieſe, bald auf jene Weiſe geſchrieben wur⸗ de;*) kann man ſchon daraus ſchlieſſen, daß noch jetzt in der Rechtslehre von der keutſchen Leibeigenſchaft ein Unterſchied
zwiſchen Ober⸗ und Niederreutſchland gemacht wird, welches daher ruͤhrt, daß man den unterjochren Staven in Mieder⸗ teutſchland eine haͤrtere Gattung der Knechtſchaft zutheilte, als die, welche im uͤbrigen Teutſchland eingefuͤhrt war. Ein Schriftſteller, der ihre Schickſale aus der Naͤhe kannte, wuß⸗ te daher auch kein Bild zu ſinden, das ihm wirkſamer dünkte,
um Mitleid zu erregen, als das Bild einer flaviſchen Fami⸗ lie, die zum Verkaufe ausgeſiellt iſt.*))
Aeeſſte Verachtung war das erſte, was man die Slaven erfahren ließ. Ein ſlaviſcher Fuͤrſt Miſtiwoi, der ſich einſt um eine Anverwandeinn eines ſaͤchſiſchen Herzogs bewarb, er⸗ dielt die Antwort: dieſelbe werde an keinen Hund verheura⸗ thet.**½) IFreylich raͤchten ſich die Slaven ſchrecklich wegen dieſer Antwort; allein ſie gewannen dadurch nichts in der hei⸗ nung der ſtolzen Teutſchen.* Konnte man weiter geben, ſo ſuchte man die Ungluͤckli⸗ chen auß's haͤrteſte zu bedruͤcken und ganz auszuſaugen. 5 ſer
. laſſen *) Potigieſer de ſtatu' ſeruorum, I. I. eap. 3.§. zf..
**) Ditmar. Merſeburgenſ. p. 345.(ap. Leiluir. Tom. I.) *„) lanld. Chron. Slauic. I, 16.(p. Leiturn, Tom. II)


