Aufsatz 
Einige Bemerkungen über den Inhalt und Plan des 7ten Kapitels des Briefs Pauli an die Römer / Johann Georg Friedrich Leun
Entstehung
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burch den Satan durch die Berführung der Aeltern des Men⸗ ſchengeſchlechts in die Welt gebracht, unter den Juden, ſo wie den Stifter derſelben, als eine Perſon vorſtellte), zu der Zeit, da das moſaiſche Geſetz noch nicht exiſtirte, unwirkſam bey den Juden geweſen; nun aber, da ihnen daſſelbe gege⸗ ben war, habe ſie ihre ganze Wirkſamkeie gezeigt. So ſchrecklich, ſährt der Apoſtel Bs 13. fort, iſt die Mache dieſer Suͤnde, ſo fuͤrchterlich zeigt ſie ſich in ihrer wahren Geſtalt(AuagreNos), daß ſie ſelbſt das wohlthaͤtigſte fuͤr die Menſchen, die Wirkun⸗ gen eines goͤttlichen Geſetzes vernichtet! 1r. h. AM

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BVBeom 14ten Verſe an har Paulus auch noch die Abſiche zu zeigen, daß das moſaiſche Geſetz(denn dieſes wird durch das ganze Kapitel unterpes gemeint) nicht an dem morali⸗ ſchen Verderben der bisherigen ungebeſſerten Juden ſchuld ge⸗ weſen ſey. Dieſes, ſagt er, habe ja auch die ſittliche Verbeſ⸗ ſerung der Menſchen zur Abſicht, es ſey zarmor, welches erhabene Praͤdikat ihm auch die juͤdiſchen Geſetzgelehrten zu ge⸗ ben pflegten. S. Koppe bey dieſem Verſe. Daß aber ei⸗ ne ſittliche Verbeſſerung nnter den Juden nicht hervorgebracht werden konnte, das hatte darinn ſeinen Grund, weil ſie allzu finnlich waren, ſo ſehr von ſinnlichen Neigungen beberrſcht wur⸗ den, daß ſie wahre Stlaven derſelben waren.

Beom rzten Verſe an beſchreibt der Apoſtel nun einen ſolchen ſinnlichen Menſchen, und zeige, warum das heilige und wohlchaͤtige moſaiſche Geſetz nichts Gutes bey ihm wirten konn⸗ te. Man kann nicht annehmen, daß er jetzt von dem allen Menſchen eignen Hang zur Sunde rede, weil man nicht ein⸗ ſiehe, wie er auf einmahl ſeine Vorſtellung dergeſtalt veraͤndern ſollte. Paulus reder gewiß nur von der Sinnlichkeit der Sau⸗ Ails den,