Aufsatz 
Probe einer neuen Übersetzung von Terenzens Lustspielen / Johann Friedrich Roos
Entstehung
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rechtſame wiſſen kann, wenn du kein Wort dich vernehmen läͤſſeſt, ſo wie Er es gemacht hat?.

P. Er that, was von einem wohlerzogenen Juͤnglinge ſich er⸗ warten ließ. Als er vor Gericht erſchien, war er nicht im Stande, ſeine Gedanken von ſich zu geben. Angſt und Bloͤdigkeit machten ihn verſtummen.

G. Der macht ſeine Sache gut. Aber was zoͤgere ich, mich auf der Stelle an den Alten zu machen? Willkommen, lie⸗ ber Herr. Ich bin erfreut, daß Sie geſund wieder bey uns ind.

8 Ah! willkommen, du ſchoͤner Hofmeiſter, du Stuͤtze mei⸗ ner Fenild, in deſſen Hände ich meinen Sohn gab, als ich abreißte.

G. Schon die ganze Zeit uͤber muß ich hoͤren, daß Sie uns insgeſamt Vorwuͤrſe machen. Aber da thun Sie uns großes Unrecht, und mir am allermeiſten. Denn, ſagen Sie, was haͤtte ich bey der Affaire eigentlich thun ſollen? So ein(*) armer Sklave darf ja nach unſern Geſetzen keinen Proceß fuͤhren; nicht einmal ſein Zeugniß wird angenommen.

D. Das laß' ich alles gelten; auch das raͤum' ich ein: aus Mangel an Erfahrung ließ der junge Menſch ſich ſchrecken; nun ja; und Du biſt Stlave. Aber wenn ſie(**) tau⸗ ſendmal verwandt mit uns iſt, ſo war es keine Nothwen⸗ digkeit, ſie zu nehmen. Ihr durſtet euch nur an den kla⸗ ren Buchſtaben des Geſetzes halten, und ihr die Ausſtat⸗

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(*) Nicht ohne Urſache habe ich dieſes Beywort genommen, um das

Lat. Leruum homiuem voͤllig auszudruͤcken. Derſelben Meynung

muß ſchon Donat geweſen ſeynMire extennat conditionem ſuam, dicendo non me ſed Seruinn. Et addendo Hominem morali-

ter locutus eſt

(*) Donat ſcheint hier abermals mit mir einverſtanden zu ſeyn Norur,εg, addit*o Maxume. Nam ſiuc eſt cognata üue non eſt, non recipit o εα*λμ⁴ο α⁵ι 7ο 1ττνBq