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tung geben. Dann mochte ſie ſich einen(*) Andern ſuchen. Welcher Verſtand, lieber ein armes Maͤdchen zu heirathen! G. Mcht der Verſtand war es, was uns fehlte, ſondern das zeld. 1 4 7. D. Er haͤtt' es irgend woher nehmen ſollen. G. Irgend woher? nichts iſt leichter geſagt. D. Lieber denn auf Zinſen, wenn's anders nicht moͤglich war. G. Oh! allerliebſt geſprochen. Nur ſchade, daß, ſo lange Sie leben, ſich ſchwerlich Jemand dazu wuͤrde verſtehen wollen.
D. Nein, nein, da wird nichts draus; es kann nicht ſeyn. Um keinen Preis in der Welt werd' ich's zugeben, daß ſie nur einen Tag ſeine Frau bleibe. Bringt mir doch den
Keerl her, oder zeigt mir, wo er wohnt.
G. Nicht wahr, Phormio?
D. Da der Anwald des Weibsbildes.(**)
G. Der ſoll den Augenblick hier ſeyn.
D. Und wo befindet ſich Antipho jetzt?
P. Drauſſen.
D. Geh, Phaͤdria, ſuch ihn auf, und bring ihn hierher.
P. Ich gehe; ſchnurſtracks nach dem Hauſe.(+*)
G.(leiſe zum Phädria) Der Pamphila naͤmlich.
D. Ich
(*) Zu dotem daretis machen die Zweibr. die Note: int. illi,& mox quaereret int. illa. Ellipſis dedignationem ſignificans. Ich habe vihfe Plipſe weil es dort nicht moͤglich war, bier anzubringen geſucht.
(**) Man begreift leicht, warum ich einen veraͤchtlichen und gemeinen Ausdruck in dieſem Zuſammenhange vorziehe.
(**) Bey eo ſagen die Zweibr.„Ita clarius reſpondet, cetera ſubmiſſius dicit, ita vt Geta tamen audiat. Das Letzte find' ich nicht noͤthig. Der Alte denkt, Phaͤdria meyne das Haus, wo Antipho ſich auf⸗ haͤlt, ſtatt daß jener ſcherzend die Wohnung ſeiner Harfenſpielerin im Sinne hat. Deswegen ſagt ihm Geta, aber leiſe, daß es der Aite nicht hoͤrt, er verſtehe ihn ganz wohl.


