Aufsatz 
Probe einer neuen Übersetzung von Terenzens Lustspielen / Johann Friedrich Roos
Entstehung
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A. Was fuͤr ein Ungluͤck mag das ſeyn?

G. Hört er's, welches Mittel bleibe mir gegen ſeinen Zorn uͤbrig? Red' ich? Das wird ihn immer mehr entſlammen. Schweig' ich? Das wird ihn vollends(*) wild machen. Soll ich mich rein waſchen? das hieße, einen Mohren wa⸗ ſchen. Wehe mir Armen! ich bin fuͤr mich in Sorgen, aber noch peinvoller iſt die Unruhe, die mir Antipho macht. Der jammert mich; für den iſt mir's bange; der haͤlt mich hier. Denn waͤre dieſer nicht im Spiel, da wollt' ich mich ſchon vorgeſehen, und dem Alten ſein graͤmliches Weſen vergol⸗ ten haben. Ich haͤtte dann Etwas eingepackt, und mich un⸗ geſaͤumt auf die Fuͤße gemacht.

A. Von was fuͤr einer Flucht und Entwendung ſpricht denn der? d

G. Aber wo find' ich den Antipho? oder wo ſuch' ich ihn am beſten auf? 4

P. Er nennt dich?

A. Mir iſt, als wenn mir der ſehr unangenehme Botſchaft zu

bringen haͤtte.

P. Geh, biſt du klug?

G. Ich will fort nach Hauſe gehen; da iſt er mehrentheils.

P. Rufen wir den Menſchen zuruͤck.

A. Steh, Burſche!

G. Sieh doch! ziemlich gebieteriſch, wer der Herr auch ſeyn mag..

A. Geta!

G. Ach! er iſt's ſelber, den ich ſuchte..

A. Um's Himmels willen, was bringſt du? und ſag's mit einem Worte, wenn du kannſt.

G. Das will ich thun. 2

(*½) Iuftigem. Inſtigari proprie fera dicitur. Dou.Ü Warum ich das 3 Pelzendelterenn lalend nicht wärtuh kreu überſest habe, geht wohl Jeder leicht ein. Be