— 131 pfinden. Doch, ſo machen wir's Alle gewoͤhnlich: Keiner
iſt mit ſeinem Loos zufrieden.—
A. Aber gerade du, Phaͤdria, ſcheinſt mir jetzt in einer gluͤckli⸗ chen Lage zu ſeyn. Noch immer ſteht es in deiner Gewalt, dich zu Einem oder dem Andern zu entſchließen; deine Liebe fortzuſetzen, oder ihr zu entſagen. Mit mir iſt's leider! ſo weit gekommen, daß ich weder im Stande bin, mich von ihr los zu reißen, noch ſie fortzuſetzen. Aber was iſt das? Iſt es nicht Geta, der in vollem Lauf' auf uns zukommt? Ja, ja, er iſt's. O ich Ungluͤcklicher, was fuͤr Neuigkei⸗ ten wird der mir bringen!.
Zweiter Auftritt. . Gera, Antipho, Phädria.
G.(ohne die Beiden zu ſehen) Du biſt verloren, Geta, wenn du nicht ſchleunig eine Auskunft fuͤr dich zu erſinnen weißt;(*) ſo viele widrige Zufälle, auf die du nicht gefaßt warſt, ſchweben auf einmal uͤber deinem Haupte. Wie ich ihnen ausweichen, wie ich mich loswinden ſoll von ihnen, das weiß ich Eins ſo wenig, als das Andre. Denn es iſt nicht moͤglich, daß unſre Verwegenheit laͤnger geheim bleibe.
A. Was hat denn der, das ihn ſo beunruhigt?
G. Und dann iſt es nur ein Augenblick, der mir hierzu ver⸗ goͤnnt iſt; mein Herr iſt angelangt.
G3 A.
(*) Tanta:e impendent mala. Die Zweybr. machen dabei eine Note, die ſich endigt: Itaque e caſum ſextum habeas. Aber wie kann es alsdenn zu imparatum paſſen? Unſtreitig iſt es der Accuſativ, der ſonſt mit der Praͤpoſ. in(impendere in aliquem) ſteht, hier aber allein geſetzt iſt, weil das in ſchon in dem Verbum enthalten iſt. Donat: Accufatiuo caſu Impendeu: aut as eopn, Pro In re pendent mala. Dieſe Worte dienen zugleich zum Beweiß, daß Donat nicht
In me las, wie Bentley will..


