Aufsatz 
Probe einer neuen Übersetzung von Terenzens Lustspielen / Johann Friedrich Roos
Entstehung
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G. So, ſo; piano.

D. Er hat wohl nicht viel, was er ihr geben kann?(*)

G. O! gar nichts, als bloſe Vertroͤſtungen.

D. Iſt denn ſein Vater wieder angelangt?

G. Noch nicht.

D. Nun, auf wann erwartet ihr denn euern Alten?

G. Fuͤr gewiß kann ich's nicht ſagen. Aber wie ich eben hoͤ⸗ re, iſt ein Brief von ihm eingetroffen und den Zollſhrei⸗ bern zugeſtellt worden. Den will ich holen.

D. Haſt du mir noch außerdem was zu ſagen, Geta?

G. Weiter nichts, als meine guten Wuͤnſche.(in's Haus binein) He da, Junge! hoͤrt denn Niemand? Da, nimm das, und gieb's der Dorcium.

Zweiter Aufzug. Erſter Auftritt Antipho. Phaͤdria.

A.(**) So weit alſo iſt es gekommen, Phädria, daß ich nicht ohne Zittern an die Ankunft meines Vaters denken kann, der es doch ſo herzlich gut mit mir meynt? Ach! wär' ich nicht undeſonnen geweſen, ich wuͤrd' ihn erwarten, wie ſich's gebuͤhret. 3

P. Wie ſoll ich das verſtehen?.

B 2 A. nach der Schule und wieder zuruͤck zu begleiten. Das thaten ſonſt gewiſſe Sklaven, die man Paͤdagogen nannte.

(*) Mir kommt es vor, als ob Sinn und Worte hier offenbar auf eine Frage hinzeigten. Die Interpreken indeſſen, die ich kenne, ſchließen mit einem Punctum. Vielleicht hat ſie dazu die, meinem Gefuͤhl nach, falſche Note des Donat verleitet: cum commiſera- tione amatoris adoleſcentis pronunciandum eſt.

**) Auf aͤhnliche Art ſagt Lelio in Leſſings Schatz(14. Auftr.

6Nie habe ich meine Nichtswuͤrdigkeit ſo lebhaft apfutdaluftei) kben jetzt, da ſie mich verhindert, meinem Vater freudig unter die Augen zu treten, der mich ſo eaͤrtlich geliebt hat.