Aufsatz 
Probe einer neuen Übersetzung von Terenzens Lustspielen / Johann Friedrich Roos
Entstehung
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10 éê.

langen. Wir erſcheinen vor Gericht; hier will ich, wer ihr BVater geweſen ſey, wer ihre Mutter, in welchem Grade der Verwandtſchaft ſie mit dir ſtehe das Alles will ich daher⸗ lgen. Du wirſt natuͤrlicherweiſe nichts von meinen Gruͤn⸗ den widerlegen, und ſo werd' ich leicht gewonnen Spiel ha⸗ ben. Freylich, kommt dein Vater, dann iſt ein Proceß mir erſchienen. Aber wie Noth darum? Genug, daß wir das Maͤdchen haben.

Ein komiſch frecher Streich!

Dem Burſchen leuchtete das ein; der Handel geht vor ſich; ſie erſcheinen; wir verlieren; er nimmt ſie.

Was du ſagſt! G. Nichts anders. G

Das weiß ich nicht, bey meiner Ehre! Aber das weiß ich, es komme, was wolle, ſo wird mich's nicht niederſchlagen.

Brav! Das heißt als Mann gedacht.

Meine ganze Hoffnung ſetz' ich auf mich.

Schön! . Was? ſollt' ich erwa zu einem Vorſprecher meine Zuſlucht nehmen? Nun ja, der moͤchte ohngefaͤhr ſo eine Vorbitte ein⸗ legen: Fuͤr diesmal, Lieber, laß ihn gehen; aber kommt wieder nur das Geringſte, dann ſag' ich kein Wort. Am Ende ſetzt er wohl noch gar hinzu: Wann ich draus bin, ſo ſchlag ihn meinetwegen todt! D. Nun aber der Herr Pädagoge(**) mit ſeiner Harfenſpiele⸗ rin? wie treibt's denn der? 6

(*) Ich nehme hier eine Exclamation, keine Frage, an. So ſchon Donat: Sie pronuncia, quaſi periturum contempleris Getam,& iam eum in certo interitu deſleas..

**) Damit wird auf eine witzige Art der andre Juͤngling, Phaͤdria, gemeynt, weil er ſich's ſo angelegen ſeyn ließ, die Ourfanſoielene Keme na

D. G. D. 5 Armer Geta, was wirds mit dir geben!(*) G.

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