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fener Harfenſpielerin ſchon gefeſſelt, ſagte weiter nichts, als: ein ganz artiges Maͤdchen! Antipho aber...
D. Ich kann mit's denken; der verliebte ſich in ſie.
G. Aber weißt du auch, bis zu welchem Grade? Hore nur, wie weit er'’s treibt. Des andern Tages geht er ſchnurſtracks zu der Alten hin, und bittet ſie inſtaͤndig, ihm das Maͤd⸗ chen zu verſchaffen. Sie aber ſagt: mit nichten. Da ver⸗ lange er etwas ſehr Unrechtes. Das Maͤdchen ſey eines Athenienſiſchen Buͤrgers Tochter, ſey brav, und von braven Aeltern. Wolle er ſie zur Gatein, ſo koͤnne er nach den Geſetzen ſie haben; anders aber ſchlechterdings nicht. Da wußte nun der Burſche nicht, was er machen ſollte. Er baͤtte ſie berzlich gern geheirahet, aber da war ihm bange vor ſeinem abweſenden Vater.
D. Sollte ihm denn ſein Vater, wenn er zuruͤckgekommen waͤ⸗ re, das nicht willfahrt haben?
G. Der ſollte ihm ein armes, unbekanntes Maͤdchen geben? In ſeinem Leben nicht.
D. Nun, was kommt denn da am Ende heraus?
G. Was heraus kommt? Es iſt hier ein gewiſſer Schmarotzer, Namens Phormio, ein frecher Kerl, der.... o hiengſt
du doch am Galgen!
D. Was hat denn der gerhan?
G. Er hat ihm folgenden Anſchlag gegeben.»Wir haben ein Geſetz, daß verwaißte Maͤdchen ihre nächſten Anverwand⸗
ten heirathen ſollen; ſo wie dieſen daſſelbe Geſetz es zur
flicht macht, mit einer ſolchen Perſon ſich zu verbinden. ch alſo will behaupten, du ſeyſt mit ihr verwandt, will mich fuͤr einen Freund lhrsse Vatere ausgeben, und dich be⸗ langen. pre pour la beauté, qui weſt du'une eſpece de lumiere& de den Mais la beauté du mot eſt bien plus ſenſible en Latin, ou le mot forma ne ſignifie proprement que chaleur, du mot formus, ca- lidus, chaud. Das ketzte hat ſchon Donat bemerkt.


