e=eh.„ cur exiſtiren muͤſſe, welches waͤhrend des ganzen Lebens man⸗
cherlei Ideen geſammelt haͤtte, und ſich dieſelben nach Gefallen wieder aufs neue darſtellen koͤnnte?
Eine andere Eigenſchaft, welche man eben ſo bald an die⸗ ſem denkenden Weſen wahrnahm, war die Faͤhigkeit, neue Krfindungen zu machen. Wie zeitig ſchon die unentbehr⸗ lichſten Beduͤrfniſſe den Menſchen noͤthigten, auf Mittel zu denken, ſich gegen Kaͤlte, wilde Thiere, und ſo viele andere Gefahren zu ſchuͤzzen, oder in Wohnungen und Kleidung ſich einige Bequemlichkeit zu verſchaffen, iſt bekannt genug. Daß er zu dieſen Erfindungen ſeine vorige Erfahrungen nuzzen mu⸗ ſte, um durch Nachdenken neue Verbindungen ſeiner geſam⸗ melten Ideen anzuſtellen, und dadurch die wenigen Kenntniſſe, welche er vou der Natur erhalten hatte, zu ſeinem Nuzzen anzuwenden; dieſe ſich ſo leicht darbietenden Betrachtungen waren eben ſo viele unlaͤugbare Gruͤnde, eine von dem Koͤrper unterſchiedene Seele anzunehmen. Der eigene Koͤrper des Menſchen gehoͤrte ſo gut wie die andern Koͤrper in der Welt zu denienigen Dingen, uͤber welche die denkende Seele im Koͤr⸗ per Erfahrungen anſtellte, und fuͤr dieſen Koͤrper muſte ſie ſergen, wenn ſie vor Gefahren ſicher ſeyn, und zufrieden le⸗
en wollte..
An dieſen Verrichtungen des denkenden Weſens zeigte ſich ferner ſehr fruͤhe eine Eigenſchaft, welche ſie ſehr auffal⸗ lend von den Verrichtungen des Koͤrpers unterſchied. Es iſt wohl nicht anders zu erwarten, als daß man ſich in jenem fruͤhern Zeitalter, wenn man bei der Betrachtung der Koͤrper⸗ welr, und bei allen Veraͤnderungen, die darin vorgehen, eine Bewegung ihrer Theile wahrnahm, auch die Veraͤnderungen, welche in dem denkenden Weſen vorgehen, den Wechſel der
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