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ſtoͤhrbaren Materie theilen werde; verſichere uns gewis von ihrer Unſterblichkeit.(cap. 24 ⸗ 27.)
Hier war der Ort, wo Cicero einem Einwurf begegnen muſte, welcher Manchen ſtark genug zu ſeyn ſchien, um den Unterſchied iwiſchen Seele und Koͤrper zu leugnen.„ Vbi igitur aut qualis eſt iſda mens?“(cap. 28.)— Er antwortet hierauf ſehr richtig: daß von der Entſcheidung dieſer Frage, welches das eigentliche Weſen und die Beſchaffenheit der See⸗ le ſey? keinesweges der Glaube an ihre Unſterblichkeit abhaͤnge. Eben ſo wenig, als das Auge ſich ſelbſt ſehen kann, ſey die Seele im Stande, ihre eigentliche Beſchaffenheit zu erkennen. Aber ihre Exiſtenz, ihre Verſchiedenheit vom Koͤrper, ihre Aehnlichkeit mit Gott, koͤnne ſie aus ſo vielen vortreflichen Ei⸗ genſchaften ſchlieſen, welche ſie durch Erfahrung an ſich ſelbſt wahrnimmt; Eigenſchaften, welche bei der lebloſen Materie nirgends angetroffen werden.—
Die Vergleichung iſt merkwuͤrdig, welche er hierauf zwi⸗ ſchen unſerer Erkennrniß von Gort und von unſerer Seele an⸗ ſtellet, um dadurch deutlicher zu entwikkeln, wie dieſe beiden Gegenſtaͤnde eines Theils ſich unſerm Forſchungsgeiſte entzie⸗ hen, wenn wir ihre eigentliche Natur und Beſchaffenheit zu erkennen ſtreben: andern Theils aber durch ihre mannigfaltigen Wirkungen in der Welt ihre Exiſtenz, und ihre, uͤber alles Koͤrperliche erhabene, Natur binlaͤnglich offenbahren. Nachdem er dieſes in Anſehung Gottes durch manche Beiſpiele von der Schoͤnheit und ordnungsvollen Einrichtung der Welt(cap. 28.) gezeigt hatte: ſo ſolgt im 29ſten Cap. die merkwuͤrdige Stelle, welche mir iezo zu einigen Bemerkungen Veranlaſſung geben ſoll. Die Steelle iſt folgende:
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