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Die Gruͤndlichkeit eines Volkslehrers wird aber ander⸗ ſeits dadurch nicht gefördert, daß er von den aͤuſſerſten, ſehr ſeltenen Folgen der Untugenden redet. Dieſes ſchadet meines Ermeſſens leicht mehr, als es frommt. So weit, denken die Zuhoͤrer, kommt es nicht leicht; ſo arg, ſo verzogen koͤnnen wir nicht werden..
Ein gruͤndlicher Volkslehrer iſt ferner nicht der, wel⸗ cher die Zeit, die er der intereſſanten Angelegenheit der Reli⸗ gion weihen ſollte, mit beſonderen Anzuͤglichkeiten, die er ſich gegen dieſe oder jene Perſon geſtattet, roͤdtet und hierdurch Gemuͤther erbittert. Der gruͤndliche Mann— inlectatur vitia, non homines: nec caſtigat errantes, fed emendat.
Ein gruͤndlicher Volkslehrer iſt alſo auch nicht derje⸗ nige, der wol ſtets mit Ewigkeit und Donnerwort ſchreckt, oder doch wenigſtens durch ſeinen nicht genug eingelenkten Vor⸗ trag, ganz wider die wohlthaͤrige Abſicht des Chriſtenthums, mancher zaͤrtlichen Seele die Bahn zur Berzweiftung ebner und eroͤffner. Mit Recht koͤnnte man dieſes z. B. bei nicht vorſichtig eingekleidetem Vortrage der Lehre von der Reſtitution befuͤrchten. Mich befremdet's nicht, wenn troſt⸗ und heilgieri⸗ ge Waller, die wol manches Mal ſo gern bei dem Labyrinthe ihrer Pilgerſchaft auf jenen Weg zum froheren Leben ſich hin⸗ lenken ließen, vor einem dergleichen uͤberſtrengen Moraliſten ſchuͤchtern zuruͤck beben.
Gruͤndlich iſt der Lehrer, der, nach des chriſtlichen Glau⸗ bens Grundpfeiler, Gott in dem erwaͤrmenden Lichte als— köͤnnt' ich's wol kuͤrzer faſſen?— Allvater, als Alles in Al⸗ lem, darſtellt; der, im Vertranen auf ihn und ſeines Weſens Abglanz, den Sohn, die Chriſtentugenden der allgemeinen Menſchen⸗ und Bruderliebe, der Wohlthaͤtigkeit, E ſamern,
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