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Alſo blos und allein auf dieſer beiden Zeugen Auſſage, die, wie ieder ſieht, vor keinem vernuͤnftigen Gerichte in der Welt als gaͤltig paſſiren können, beruht das ihnen ſo oft nach⸗ gebete Vorgeben, Salluſt ſey wegen ſeines regelloſen Hangs zur Unzucht und wegen ſeines ohne Scheu eingeſtandenen Ehe⸗ bruchs aus dem Senate geſtoſſen worden. Wenigſtens habe ich bey dem Dio Kaſſius, den Wieland dieſen Zeugen noch beygeſellt, nicht das Geringſte, was nur entfernter Weiſe hierauf eine Beziehung haͤtte, finden können. Er beruft ſich auf eine Stelle im 4oſten Buche, welches wohl keine andre ſeyn kann, als ſolgende faſt ganz zu Ende dieſes Buchs. (Vorher hatte Dio geſagt, Appius Claudius und L. Piſo, des Caͤſar's Schwiegervater, ſeyen damals Cenſoren gewor⸗ den; von denen der Erſtere, ein Gegner des Caͤſar's und Anhaͤnger des Pompeius, die Strenge ſeiner Cenſur ſelbſt viele Senatoren und Ritter empfinden ließ, wozu ſein College nur gezwungen ſeine Einwilligung gab; und faͤhrt dann ſo fort.) O 7a L aNar eax een 1en, an reocs rm 19 Jaμes Puu, woANv Jtmtwr, auror uer voey rowror eromgsy, Xε*ε ει ννα ασꝙαρε, rarrac uer i8 en Trer a/△⁴ενεένεναικπ˙ επωνμνκν de uν Tον raro Pvrauur, axAus Ta kat ror Kœmor ror Laxsguor, roy TI ISeiar upydaarra, arthaxarrt ix rr o6d. d. i. „Denn Piſo, der uͤberhaupt die Ruhe liebte, und auch man⸗ chen wegen der Freundſchaft zu ſeinem Eidam werth hielt, rhar zwar fuͤr En Perſon nichts dergleichen, indeſſen ließ er es doch ohne Widerſetzlichkeit geſchehen, daß iener(Appius) alle Freygelaſſenen, ia ſelbſt viele ſehr angeſehene Maͤnner, und unter dieſen auch den Geſchichrſchreiber Criſpus Salluſtius, aus dem Senate ſtieß.“ In dieſer Stelle wird, wie man ſiehr, von der Kraͤnkung, die dem Salluſt damals widerfuhr, weiter kein Grund angegeben, als allenfalls der, daß er ein
Caͤſarianer war. 9 B 3 Alein


