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faltig in bibliſchen Beweiſen iſt, durfte dieſes vorzuͤglich noth⸗ wendig ſeyn. Allerdings gehoͤrt alſo Erlernung des Hebraͤiſchen unter die mancherley Vorbereitungen auf die Univerſitaͤt, und kann auf keinem wohleingerichteten Gymnaſtum verſaͤumt wer⸗ den. Je weiter es hierinn auf einem ſolchen ein Juͤng⸗ ling bringen kann, deſto mehr gewinnt er fuͤr die Theologie, und je mehr Gelegenheit ihm ein Gymnaſium darzu giebt, deſto mehr Ehre iſt es fuͤr daſſelbe. Freylich iſt hebraͤiſches Sprachſtudium auch ein Gegenſtand der höhern Schulen: der Studirende iſt auf denſelben eher in den reifern Jahren, worinn ſich eine beſſere Ausbildung ſeiner Kenntniſſe erwarten läßt, die Anſtalten ſind daſelbſt weit vollkommner, und es fin⸗ den ſich Lehrer, welch die orientaliſche Litteratur zu ihrem Hauptſtudium machen, da hingegen der Lehrer auf Schu⸗ len, der ſo vielerley zugleich treiben muß, und meiſt mit ſehr wenigen Hülfsmitteln verſehen iſt, nur oft das nothduͤrſtige wiſſen kann. Wer alſo auf eine grundliche Art Theologie auf der Univerſität ſtudiren will, muß ſich daſelbſt allerdings das Hebraͤiſche noch angelegen ſeyn laſſen. Aber mit demſelben da erſt den Anfang machen wollen möoͤgte gar nicht gut, und erwa noch am Ende der akademiſchen Laufbahn ein wenig oben wegſchluͤrfen wollen moͤgte etwas vergebliches und uͤberaus ver⸗ kehrtes ſeyn.—— Auf der Univetſteaͤt laͤßt ſich auch aus mancherley Urſachen am beſten erſt ein ordentliches Syſtem der der Grammatik lernen; allein dazu iſt doch, um nicht in ei⸗ nem ganz fremden Felde zu wandern, norhwendig, daß man die Sprache ſchon getrieben und vieles in der Bibel auf eine zweckmaͤßige Art geleſen hat. Es ließ ſich wohl denken, daß man dieſe Vorbereitung auf eine zuſammenhaͤngende Gramma⸗ tik auch auf der Univerſitaͤt erſt vornehmen koͤnnte. Aber es wird doch gewiß nicht anders, als mit groſſem Beirduſwne
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