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der Folge nach dem Leitfaden des letztern Kompendiums in der obern Klaſſe auf die Principien deſto leichter fortbauen zu koͤn⸗ nen. Allein eben dieſe Forderung, zugleich kurz und gewürzt zu ſchreiben, und in allem eine kluge Auswahl zu treffen, iſt eine Sache von nicht geringer Schwierigkeit. Dem beliebten Raffi⸗ ſchen Lehrbuche wuͤnſchte ich, da ein ſolches Buch nicht blos für die letztere Klaſſe allein, ſondern fuͤr untere Klaſſen uͤber⸗ haupt geſchrieben ſeyn ſollte, einen etwas beſtimmtern Plan— und aus gleicher Urſache auch eine kurze Ueberſicht der uͤbrigen Welttheile außer unſerm Europa beigefügt.
Nach dem vorausgeſetzten ſei es mir nun erlaubt, erwas enauer meine Gedanken uͤber die Natur und Eiurichtung des ortrags bei der Geographie zu entwickeln.
Vor allen Dingen kann ich mich nicht enthalten, den Wunſch zu aͤußern, daß ein und eben derſelbe Lehrer, wo nicht in allen, doch wenigſtens in den beiden obern Klaſſen die Geographie vorzutragen habe— freilich eine Sache, die bei man⸗ chen Gymnaſien, nach der einmal getroffenen Einrichtung, nicht ſtatt finden moͤchte. Alsdann duͤrfte der Lehrer ſich auf das, was er den Schulern, die noch mehr Anfänger ſind, ſchon vorgetra⸗ gen, bei ihnen, wenn ſie in die höhere Klaſſe fortgeruͤckt ſind, blos beziehen, und ſeinen Vortrag gleichſam nur ergäͤnzen. Und wie ſchön, wenn, wie ich kurz vorher erwäͤhnte, noch uͤberdem beide Kompendien, dase fuͤr die obere, und das für die untern Klaſſen, in gehörigem Verhäͤltniße mit einander uͤbereinſtimmten! Haben ſich dagegen zu viele Lehrer in die Geo⸗ graphie vertheilt, ſo ſetzt der eine vielleicht vieles als bekannt voraus, haͤlt's fuͤr uͤberfluͤßig, manche Begriffe, und Sachen zu erklaͤren, in der Meinung, die ihn leicht irre führen konn⸗ te, dies alles ſei ſchon von 5 andern Lehrer geſchehen. e
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