Aufsatz 
Über den Charakter des Sosia in der Andria des Terenz / Johann Friedrich Roos
Entstehung
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vor der Chryſis. Ich ſelbſt, ſagt der Alte etwas weiter unten, gehe ſeinetwegen(meines Sohnes) mir zur Leiche, oh⸗ ne mir fuͤr ietzt noch etwas Boͤſes traͤumen zu laſſen. Et⸗ was Boͤſes!(ſchreyt Soſia) was mag das ſeyn? Nach den vier ſolgenden Zeilen, die ich ſchon vorhin uͤberſetzt habe, geht die Rede des Simo weiter fort:

Weil mir das Maͤdchen untroͤſtlicher zu ſeyn ſchien, wie die übrigen alle; und durch ſeine Reitze und das Edle in ſeinem Anſtande ſich ſo ſehr auszeichnete, ſo geh' ich zu den Sclavin⸗ nen hin, und ſrage, wer ſie ſey. Der Chryſis Schweſter, war die Antwort. Das fiel mir ſogleich auf's Herz. Ha! Hal da ſteckts! Daher die Thraͤnen! Daher das Mitleid!

Soſia. Wie bin ich ſo bange, wo dao hinaus will!.

Der letzte Zug, der hierher gehoͤrt, iſt das einzige Wort quapropter im 136. V., das dem erſten Anſchein nach ganz ohne Zweck und ſehr unnatuͤrlich und gezwungen da zu ſtehen ſcheint, in dem aber mehr liegt, als wohl viele Ausleger ſich einbildeten. Der Alte kommt endlich an das Ziel ſeiner ziem⸗ lich umſtaͤndlichen Erzaͤhlung und auf den ſchlau angelegten

lan, zu Plen Ausfuͤhrung ihm Soſia behuͤlflich ſeyn ſoll.

228. uI. f.

Simo. Sollte mein Sohn wegen iener Bekanntſchaft ſich gegen das Heurathen ſtraͤuben, dann wird's Zeit ſeyn, 22 Verdruß, den er mir dadurch macht, zu ahnden. Und eben deswegen geb' ich ietzt vor, daß er heurathen ſoll, damit wenn er ſich weigert, ich dadurch eine gegründete Urſache be⸗ komme, ihn vorzunehmen. Dabey hab⸗ h zugleich noch 8

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