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Gewiß der beſte Commentar zu unſrer Stelle.
Auch der 115. V. hat etwas Sentenzenmaͤſſiges. Des Zuſammenhangs wegen üͤberſetze ich die Worte vom IrI. VB. an.—
Simo. Die eiche geht drauf fort, wir hinter drein; man gelangt zur Grabſtätte: legt ſie auf den Scheiterhaufen: weint um ſie. Unterdeſſen tritt iene, ihre Schweſter, von der ich eben geredet habe, ziemlich unvorſichtig und mit augenſchein⸗ licher Gefahr ganz nahe zur Flamme hin. Jetzt auf einmal zeigt Pamphilus, der daruͤber ganz auſſer ſich kam, ſeine Liebe, die er bis dahin ſo gut zu verbergen und zu verheimlichen wu⸗ ſte; lauft hinzu, umfaßt das Maͤdchen und ſpricht: theuerſte Glycerium! was thuſt du? Warum willſt du dich ungluͤcklich machen? Drauf ſant ſie mit bethraͤntem Antlitz ganz liebetrau⸗ lich auf ihn hin, ſo daß man daraus mit gutem Grund auf eine nähere Bekanntſchaft ſchlieſſen konnte.
Soſia. Was Sie ſagen!
Simo. Erboſt und voll Unwillens geh' ich nach Haus. Indeſſen war das doch immer noch keine hinlaͤngliche Urſache, ihm den Text zu leſen. Er häͤtte ſagen koͤnnen: was hab' ich gethan, Vater, was hab ich verſchuldet, wo hab' ich's verſe⸗ hen? Ich hab' eine Perſon, die ſich ins Feuer ſtuͤrzen wollte, leräcgehalten, ihr das Leben gerettet. Und ſo was laͤſt ſich hoͤren.
Soſia. Allerdings. Denn wenn man dem einen Verweis geben wollte, der iemand das Leben rettete, was ſoll man denn mit dem anfangen, der iemand Schaden oder Ungluͤck zufuͤgte.
Bis⸗


