16 4==et
Auch uͤber dieſen Text werden einige Noten hier niche am unrechten Orte ſtehen.
V. 29.— Der eine haͤlt ſich Pferde, der andre Jagd⸗ hunde, ein dritter beſucht die HSoͤrſaͤle der Phiſoſophen— Bei⸗ nahe ganz woͤrtlich kommt damit eine Stelle in der vierten Re⸗ de des Iſocrates, dem ſogenannten Areopagiticus, uͤberein: rue èe S*ν 1kaοn atrHuersc migs e irwam,, Kal ra JPu†εaM a⁴ ra bwruyt ia, a iαeia aara, are,ur. Vielleicht hatte Menander, das Original des Terenz, dieſe Worte vor Augen.
B. 33.— Uud das mit Recht. Denn meinem Beduͤn⸗ ken nach ꝛc.— Donat macht dazu die fade Anmerkung: In- tempeſtiue Soſia reſpondet, ſed prudentia tantae ſententiae com- penſauit importunitatem. Nach ſeinem Character muſte er hier das Wort nehmen, ſpricht alſo in dieſem Sinn ſehr tempeſti⸗ ue. Von der prudentia tantae fententiae ſo viel Aufhebens zu machen, ſinde ich auch nicht nöthig. Die Scholiaſten des Terenz haͤtten ſich alſo meiner Meynung nach die Muͤhe er⸗ ſparen koͤnnen, ihn ſo aͤngſtlich gegen den Vorwurf zu recht⸗ fertigen, daß er, oder vielmehr Menander, aus dem Lindenbrog die Worte, de utrernt ey rarn arPahesteer, die vielleicht gera⸗ de hieher gehoͤren, anfuͤhrt, eine ſo erhabene Moral— das unde pav eines der ſieben Griechiſchen Weiſen— einem Frey⸗ gelaſſenen in den Mund legte. Gewiß war damals ſchon dieſe Sentenz ſo abgedroſchen, wie ietzo. Ohnehin iſt es ia bekannt, wie unter andern Herr Profeſſor Meiners in ſeiner Geſchich⸗ te der Wiſſenſchaften in Griechenland und Rom ſehr einleuch⸗ tend gezeigt hat, daß man in den Ausſpruͤchen iener ſieben Weiſen keine hohe verborgene Weisheit, keine aus den Tiefen der Philoſophie geſchopfte Raiſonnements, ſondern weiter nichts als ganz ſimple Erfahrungsſaͤtze und Lebensregeln ſuchen mäſe,
ſje


