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den Character des Soſia in ſeinem ganzen Umfang durch⸗ ſchaute. Sonſt wuͤrde ſie ihn gewiß nicht von peu— aber wohl eher von beaucoup d'addreſfe habeu ſprechen laſſen. Dieſe ganz verungluͤckte Ueberſetzung iſt zugleich eine Beſtaͤtigung deſ⸗ ſen, was ich oben ſagte, daß ohne dergleichen Unterſuchungen über die Charactere der handelnden Perſonen Terenz in unzaͤh⸗ ligen Stellen ein verſchloßnes Buch fuͤr uns bleiben muß.
Eine unmittelbare Folge von dieſem groſen Selbſtvertrauen zu ſeinem Scharfſinn iſt ſeine Gewohnheit, daß er ſeinen Herrn faſt nie ausreden laͤßt, ſich ſtets aufs halbe Wort verſtehen will. In dieſer Qualitaͤt zeigt er ſich uns gleich zu Anfang der Scene. Der Alte kommt mit zween ſeiner Sclaven vom Speiſemarkt zuruͤck, ſchickt dieſe ins Haus hinein, um mit ſeinem Freygelaſſenen, dem er etwas insgeheim zu offenbaren bat, allein zu ſeyn. Du Soſia,(ſpricht er) bleib da, auf ein paar Worte.
Soſia. Schon gut. Nicht wahr ich ſoll dafuͤr ſorgen, daß die Dinge da(die Victualien) gut zugerichtet werden?
Dies iſt die einzige Schattierung in dem Character des Soſia, die der Dacier nicht entgangen iſt. Terence, ſagt ſie ſehr gut bey dieſer Stelle, exprime admirablement par 1à le caractere de ces maitres- valets, qui veulent toujours entendre à demi- mot G deviner ce qu'on va leur dire.
hVehe geboͤrt gewiſſermaſſen auch folgende Stelle; B. 90. u.*
Simo. Unterdeſſen erblick ich von ohngefähr unter den Frauenzimmern, die mit zur Leiche giengen, ein Maͤdchen, iung und
Soſta. Vielleicht auch ſchoͤn? 3 3 Si⸗


