Aufsatz 
Erklärung des 58ten Psalmes / Johann Georg Friedrich Leune
Entstehung
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=B 13

folge in der Ueberſezzung des Wortes tau dem Alexandriner, Syrer und Theodotion, wie auch Herr Prof. Knapp in der neuen Ausgabe gethan hat, da mann es ſonſt von einer Schnekke verſteht. Die Gruͤnde zu dieſer Be⸗ deutung hat Bochart von der Etymologie, die er ſich einbil⸗ dete, hergenommen. Sie ſoll ihren Nahmen naͤmlich von den beiden Woͤrtern doa aw haben, weil ſie in einem Haus wohnt. Mann hat auch geſagt, von baw zerſlieſen ſei die Schnekke genennt, weil ſie im gehn zerfließt.* Ueberſezt mann Wachs, ſo hat mann gewis ein Bild, ſo ſich in dieſen Pſalm vortreflich ſchiktk. Mann hat noch mehr Grund die Bedeu⸗ tung des Wachſes von baw herzuleiten als die der Schnekke. Und die alten Ueberſezzer muͤſſen vollends das Uebergewicht geben. Herr D. Doͤderlein will ihmmit noad alveus einerlei Be⸗ deutung geben, welches zͤwar beſſer iſt, als die Ueberſezzung durch Schnekke, allein ich moͤgte es deswegen nicht gerne an⸗ nehmen, weil das Bild ſchon V. 8. da war, und weil ſichs bernach gar nicht mit der Fruͤhgeburt vertragen will. Ich fol⸗ ge aus dieſen Urſachen den alten Ueberſezzern.

Das zweite Glied uͤberſezt die Alexandriniſche Verſion: Triraε%, αι Ʒα Do ro Xer, mus alſo in dem Kodex, wor⸗ aus ſie gemacht iſt, geheiſen haben woeda welches auch der Syrer hat, bei dem noch viel Zuſaͤzze ſind, die vermuthlich in ſeinem Kodex interpolirt waren. Theodotion: ðr kareoae wraxds 4ww 4Jo, 7e, las alſo: 5dzn wie freilich der hebraͤiſche Text deutlicher iſt. Die Stelle Hiob 3, 16. kommt mit dieſer, obgleich vom umkommen der Früͤhgeburt die Rede nicht iſt, doch im Ausdruk uͤberein:

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B 3 Mann * Bocharts Hierozoikon Th. z. B. 4. K. 30,