Aufsatz 
Erklärung des 58ten Psalmes / Johann Georg Friedrich Leune
Entstehung
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hergehenden als die ungerechteſten und boshafteſten geſchildert hatte. Er haͤuft die Bilder, um ihren ploͤzlichen Untergang, den ſie durch die Strafgerechtigkeit Gottes finden wuͤrden, vor⸗ zuſtellen.

7.) Gott! zerbrich ihnen die Faͤhne im Munde, zer⸗ malme, Jehovah, die Vorderzaͤhne der iungen Loͤwen! d. b. nimm ihnen ganz die Kraft und das Vermoͤgen Scha⸗ den zu thun! Im erſten Glied noch das Bild von giftigen Schlangen; aber um auch ihre Macht anzudeuten, nennt er ſie im zweiten iunge Loͤwen. Raubthieren bricht mann die Zaͤh⸗ ne aus, daher dies Bild mehrmals von maͤchtigen Feinden, die auſſer Stand geſezt werden zu ſchaden. So Pſalm 3, 8.

Ode wWm ee he o pe een e NaU pu Mann uͤberſezt dynon gewoͤhnlich Bakkenzaͤhne von yno mus aber Vorderzaͤhne heiſen. Im Arabiſchen kommen manche Nennwoͤrter vor, welche von der Sprache gebraucht werden, die dann doch nicht durch die Bakkenzaͤhne, ſondern durch die Vorderzaͤhne geſchieht. Auch der Theil der Lefzen, der unten an den Wurzeln der Zaͤhne haͤngt, iſt im Arabiſchen ein Nenn⸗ wort von dieſem Stammworte. Die Bakkenzaͤhne ſind auch nicht die Waffen der reiſenden Thiere, als womit ſie nur das Fleiſch oder die Knochen der Beute, die ſie mit den Vorder⸗ zaͤhnen ergriffen haben, zermalmen.

8.) Wie Waſſer muͤſſen ſie zerflieſſen! ſie muͤſſen um⸗ kommen. Sein pfeil muͤſſe ſeine Kraft verlieren, ſo wie er angelegt wird!

Zwei Bilder, die die Entkraͤftung der ungerechten vor el len ſollen. So wie ein ſtarkes und reiſendes Waſſer derfene

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