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ſcheint; und ie ſtaͤrker ſie die Empfindung trifft, deſto tiefer druͤkt ſie ſich der Seele ein, deſto laͤnger bleibt ſie derſelben ge⸗ genwaͤrtig, deſto mehr Kraft giebt ſie zur Ausubung. Wie wirkſam, wie gemeinnuͤzig mus alſo die Wahrheit durch die Bearbeitung des Dichters werden!
Zu denen, welche dieſer wichtigen Dichtungsart ihren poeti⸗ ſchen Rang ſtreitig gemacht haben, gehoͤrt von den Alten unter an⸗ dern ſchon Plutarch, der dem Empedoklee und andern didakti⸗ ſchen Dichtern den Namen wahrer Poeten abſpricht. Batteur iſt alſo nicht der erſte, aber doch einer der merkwuͤrdigſten.* Weil das Lehrgedicht haupſaͤchlich ſpaͤtern Zeiten ſeine Vervoll⸗ kommnung und Verfeinerung zu verdanken hat; ſo iſt den Al⸗ ten ihre Geringſchaͤzung deſſelben gar wohl zu verzeihen; aber deſto weniger einem Reuern, einem Batteux, einem Mann von ſo feinem Geſchmak, der doch auch vortrefliche didaktiſche Werke anderer Nationen geleſen hatte: denn ſeine Landsleute ſind in dieſem Fach der Dichtkunſt freilich noch weit zuruüͤk. Verkannte dann etwa unſer Kunſtrichter den hohen Beauf der Dichtkunſt durch das Ergözen zu unterrichten und zu beſſern? Nein, er vertheidigt ihn ſelbſt mit Waͤrme.— Der Grund ſeiner Meinung iſt nirgends als in ſeiner Vorliebe zu ſeinem einmahl angenommenen Grundſaz der Nachahmung zu ſuchen. Verfuͤhrt durch das Anſehen des Ariſtoteles, des Plats.
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* Er teug ſeine Meinung uͤber dieſe Dichtungsart zuerſt vor in ſeinem Werk: Les beaux arts reduits à un meme kreipe und wieder⸗ holt fie in dem darauf folgenden Cours de belles lettres. Dieſe wei Werke gab er hernach mit einander vereinigt heraus unter dem
itel: Cours de belles lettres ou prineipes de la litterature. Die vortreflichen Schlegeliſchen und Ramleriſchen Bearbeitungen die⸗ ſes Schriftſtellers, ſind keinem Deutſchen unbekant.
* plato lehrte nach Plutarchs Zeugnig; i„, 3 enran i, udeee Pin— Auch der Ausſpruch des Boraz: Vt pictura e werde . unrichtig hierher gedeutet.


