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geben, zu beweiſen, daß die hebraͤiſche Sprache bey einer ver⸗ nuͤnftigen Methode weit leichter zu erlernen ſey, als bey nahe iede andre. Ich bin voͤllig derſelben Meynung, aber das hat mich öfters befremdet, daß kein einziger von ihnen die Bemerkung gemacht hat, die doch unmoͤglich einem praktiſchen Kenner ent⸗ gehen kann, daß, ſo leicht auch die hebraͤiſche Sprache im gan⸗ zen genommen iſt, Anfaͤnger dem ohngeachtet bey den erſten Gruͤnden derſelben mit einigen Schwuͤrigkeiten zu kaͤmpfen ha⸗ ben, die ſie in der lateiniſchen und griechiſchen Sprache, die frenlich im Grunde weit ſchwerer ſind, nicht fanden. Schon das Alphabet und das Leſen wird ihnen ungleich ſchwerer, und erfordert laͤngere Zeit und Uebuug, bis ſie es zu einer Fer⸗ rigkeit darinn bringen, als in ienen Sprachen. Und da die Roͤmer, wie bekannt iſt, ihre Sprache groſſentheils nach dem Muſter der griechiſchen bildeten, ſo hat auch natuͤrlicherweiſe die Grammatik beyder Sprachen vieles miteinander gemein, wel⸗ ches allerdings fuͤr den Anfaͤnger eine große Erleichterung iſt, von der er ſich aber bey der hebraͤiſchen Sprache bey nahe voͤllig verlaſſen ſieht. Er muß hier viele Sachen und Ausdruͤcke ſich einpraͤgen, die ihm voͤllig ſremd ſind. Man ſpricht ihm hier von Schwa, Dageſch, Matkek, Meteg, Mappik u. ſ. w. lau⸗ cer Namen, die fuͤrchterlich in ſein Ohr toͤnen, und bey de⸗ ren Anhoͤrung er in eine neue Welt verſezt zu ſeyn glaubt. Freylich wird ieder vernuͤnftiger Lehrer von dem allen anſangs nur das, was bey dem Leſen unentbehrlich iſt, herausheben, aber dem ohngeachtet iſt es noͤthig, wenn anders der Eifer des Lehrlings nicht gleich anfangs erkalten, und die ganze Sprache ihnen eckelhaft werden ſoll, ihm oͤfters durch die Verſiche⸗ rung Muth zu machen, daß wenn er nur einmal die erſte Schwuͤrigkeiten beſiegt habe, ſein Fortſchreiten alsdenn deſto leichter ſeyn werde.
Das Alphabet kann man meiner Einſicht nach 1 nicht


