lichen Gesctz, d. h. die Lehre von der Rehabilitation der Materie, so wie seine neue Theorie für die sociale Welt, welche theils an St. Simon, theils an Fourier er- innert, dabei aber nie den herrschsüchtigen Priester vergessen lässt.
Enadlich sind noch die gedruckten Predigten(Vorträge, discours nennt er sie selbst) Chatel's zu erwähnen, von denen man gewöhnlich Exemplare, unmittel- bar nachdem die Predigt gehalten worden, noch im Tempel selbst kaufen kann, na- mentlich wenn die Predigt wiederholt worden. Denn wie im Alterthume es zur Ehre gereichte, wenn dieselbe Tragödie mehr als ein Mal gespielt wurde, so setzen auch französische Geistliche— nicht bloss Chatel— eine Ehre darein, durch ihre Pre- digt einen solchen Effekt zu machen, dass sie dieselbe, wo miöslieh mehrere Male, wiederholen können.
Lehre.
Da, wie ich in der Vorbemerkung gesagt, die ausführliche Darstellung der Shl aure Chatel's hier keinen Platz finden kann, so will ich, um wenigstens eine Vor- stellung von seiner Richtung zu geben, hier ein kurzes Résumé, wie es in der Bio-
. graphie der römischen Kirche gegenüber aufgestellt ist, mittheilen, ohne eine weitere Beurtheilung hinzuzufügen:
»Das natürliche Gesetz, das ganze natürliche Gesetz, nichts als das natür- liche Gesetz; das ist die Summe der französisch-katholischen Lehren.— Die Offen- barung, die ganze Offenbarung, nichts als die Offenbarung; das ist das Gesetz und die Propheten des lateinischen Kirche.«
—.„»Die französisch-katholische Kirche glaubt an die Einheit Gottes in der gan- zen Kraft und Bedeutung des Wortes.— Die lateinische Kirche glaubt an einen Gott in drei Personen.«—
»Die französische Kirche verwirft indess nicht die platonische Dreieinigkeit, d. h. die Trinität der Eigenschaften.— Die römische Kirche verwirft eine solche Trinität, um einen Gott in drei Personen zuzulassen.«
„Die französisch-katholische Kirche ehrt(honore, nicht verehrt) Jesus Christus als wunderbaren Menschen, als Wort Gottes, der wegen der Erha- benheit seiner Lehre und Moral in ausgezeichneterer Weise Gottes Sohn ist als wir; sie erkennt ihn nicht als Gott an.— Die römische Kirche macht aus Jesus Christus eine zweite Person der Dreieinigkeit, somit eine zweite göttliche Person.«
„Die französische Kirche glaubt an eine Verschlechterung des Menschen- geschlechtes, welche die wahrhafte Erbsünde sei, eine Sünde, deren traurige Re- Sultate in der Unwissenheit, dem Aberglauben und der dichten Finsterniss beste- hen, in welcher das Menschengeschlecht allzu lange begraben gewesen. Jesus Chri- stus ist unser, Erlöser gewesen, weil er den Schleier, der uns die WMahrheit verbor- gen, gehoben, und nicht etwa, weil er uns von den Strafen der ewigen Hölle erlöst
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