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merei ebenso fern war, wie der alles auf menschliche Kraft zurückführenden Auf- klärung. Er hatte in seinem Innern erfahren den Seegen des christlichen Glaubens, den er bis zum Tode mit ganzer Seele umfasste. Er war bemüht, auch für die ihm Anvertrauten die Wege zu bahnen, die zu solcher Beseeligung führen. Daher hob er gleich nach dem Antritt seiner Regierung ein früher gegebenes die Gewissensfrei- heit beengendes Religionsedikt auf, sorgte für allgemeinfasslichen Unterricht in den Grundwahrheiten unsres Glaubens, vermittelte die Verbindung der protestantischen Confessionen, die nur in einzelnen Glaubenslehren abwichen, und arbeitete mit Eifer an der äusseren Uebereinstimmung des evangelischen Cultus, der unter ihm das dritte Jahrhundert seines geisterregenden Wirkens abschloss. Luthers Denkmal in Wittenberg ist ein pleibendes Zeichen der Anerkennung, die Friedrich Wilhelm dem Glaubenshelden zollte, und drei Säcularfeste wurden von ihm mit der ihnen
angemessenen Würde begangen. Mit christlicher Duldung schirmte er die Anhänger
anderer Confessionen, selbst wenn für ihn Unbilden daraus hervorgingen. Denn er war fest von dem Siege des Guten und der Wahrheit überzeugt und wollte für diese nur die Wage, nicht das Schwerdt der Gerechtigkeit führen. Aber wenn sonst auch zurückhaltender mit den Aeusserungen des Gefühls, das in seinem Innern lebte, unterdrückte er dennoch seine öffentliche Missbilligung nicht, als ein deutscher Fürst dem Glauben seiner Väter und seines Volkes in einer fremden Hauptstadt entsagte, und sprach bei dieser Gelegenheit frei und offen seine eigene Ueberzeugung von
der Wahrheit des evangelischen Glaubens aus. So war Friedrich Wilhelm der Dritte rastlos bemüht für das Glück seines Volkes.
So erfüilte er den hohen Reruf, der ihm von der Vorsehung geworden war, jede gute Richtung fördernd, nirgend gewaltsam eingreifend in die grosse Entwickelung der Zeit, unter Ereignissen, welche die Geschichte dauernd zu den wichtigsten zählen wird und die wir uns, als wir im vorigen Jahre das Geburtsfest des verewigten Herrschers hier fei- erlich begingen, mit hoher Freude zurückriefen. Dafür wurde ihm auch von seinen Unter- thanen der Zoll der reinsten ungeheuchelten Verehrung und Liebe durch alle Verhält- echselnden Schicksalen reichen Lebens. Mit Jubel begrüsste man den
nisse seines an w ngen König als er an der Seite seiner Gemahlin zuerst seine Staaten durchreiste
u N tiefem, laut geäusserten Schmerze trennten sich der unabwendbaren Nothwen- digkeit gchorchend, die von dem Preussischen Staate losgerissenen Provinzen von ihm,„das Herz wollte uns brechen«, schrieben die Westphalen, als sie die Beschlüsse des Tilsiter Friedens erfuhren,»und wir konnten uns nicht überreden, dass wir auf- hören sollten, Deine treuen Unterthanen zu sein, wir, die Dich immer so lieb hatten. „So wahr wir leben; hätten Deine Feldherrn uns gleich zu neuem Kampfe aufgerufen, „Leib und Leben hätten wir daran gewagt und sicher das Vaterland gerettet. Denn ein unsern Adern fliesst noch feurig der alten Deutschen Blut und unsre Lanzen-
„knechte haben Mark in den Knochen.«— Mit herzvollem Freuderuf wurde nach
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