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Der Vater gab dem Sohne sein letztes Wort
Ernst, wie er bot einst selber das Schwerste ihm, Jetzt gilt's, wie da, dem Wohl des Volkes, Königlich wallet's und hehr in Beiden.
An diesem Markstein scheiden die Herrscher nun Ein Neues kündet beiden sich morgentlich,
Von harter Arbeit Ruh dem einen,
Sturm und Gefahren dem andern leuchten.
Wohl kühner leuchtet's ihm in der eignen Brust, Schaut bier das Land, wo Friedrich nun walten wird, In wenig Monden welche Fülle Herrlicher Thaten und Fürstengrösse.
Vom Geiste Geist,— so löst er sein Königswort, Gesetz und Recht und Sitte veredeln sich, Gedanken sprühen, Thaten drängen, Wissen und Können wird eins dem Volke.
So schafft des Friedens liebliche Saaten er, Doch weise stählet er auch der Männer Mark; Da naht sich schnell, ihm fest erwogen, Schneller er selbst,— das Geschick der Schlachten.
Es staunte Deutschland,— seht, wie der Adler fliegt,— Es jauchzt der Brenne, Lust ihm des Kriegers flammt, Vom Siege Sieg und Siegesgluten, Lorbeer und Palme den Herrscher fanden.
Soll ich sie nennen jene Geschicke wohl,
In denen jetzt der Held und sein Volk erglänzt, Des Glücks Besieger wie des Unglücks, Längst schon erfüllet die Welt sein Name.
Fragt sie die Kinder, wer wohl nicht kennet' ihn, Den Greis lasst reden, wie es um ihn gerauscht, Den Denker fraget, wie den Helden, Wer wohl je grössere Kühnheit nannte.
Des Schwertes Kühnheit und des Gedanken Blitz, Den Muth des Maasses mitten im Siegeslauf, Den Muth dem Schwersten Stand zu halten, Kampfesbewährt und auf Höhn des Liedes.
Und seine Helden athmen dieselbe Lust, Des Kampfes Fürsten strahlet ihr Muth zurück, So neigt Schwerin die Heldenfahne, Seidlitz und Ziethen des Schwertes Sturmschlag.


