Die Friedrichsfeier.
Einleitung.
Choral: O Gott du frommer Gott etc.
Festode.
E. ruhte düster, ernster Erwartung voll
Durch Deutschlands Gauen Sieg und Begeisterung, Aus Trümmern rauscht der Harfe Beben, Schwert und Eugen, es versank ihr Blitzstrahl.
Was tönt so lieblich dort aus der Eiche Hain Am stillen See, dem buchengegürteten, Aus süssem Duft der Blüthengärten,
Wo sich der Rhin fast vergessen hinschleicht.
Ist's Flötenton, der so sich dem Frühling eint,
Des Liedes Lust, was hier seinen Flügel schwingt, Ist's Becherklang und Scherzes Jubel Gastlich und kühn, wie des Jünglings Aufgang?
Der Brennenadler rauschet so fröhlich auf
In Lied und Ton, in Witz und Geselligkeit, Und in der Weisheit heil'gen Flammen Athmet er Sieg und Geschick der Zukunft.
Noch ahnt er nicht des raschen Verhängniss Tritt, Das ihn zu neuen festlichen Bahnen ruſft,
In Freuden harmlos, wie im Siege,
Weiht er der Freundschaft die treue Spende.—
Der Tag er kommt, wo er euch der Held erscheint, Der Adler kühn, wie keiner zum Aetber flog, Borussia's Söhne,— Heil dem Volke, Heil dem Jahrhundert, das so ihn schaute!


