b)
17
. B. In den Sprachen:
Latein, 6 St. Der Conr. Dr. Lommatzsch verwendete 2 St. zum Ue- bersetzen aus dem Lesebuch von Gedike und zu Extemporalien, in den 2 übrigen St. repetirte der Collab. Selckmann die Formenlehre, übte die unregelmässigen Verba ein, und liess theils ins Deutsche aus dem Gedike übersetzen, theils ins Lateinische nach August’s praktischer Anleitung. Französisch, 4 St. Der Collab. Ble dow erweiterte den früheren Cur- sus der Grammatik, liess aus dem 4ten Abschnitt des Gedikeschen Lese- buchs übersetzen, und gab den Schülern mündliche und schriftliche Aufga- ben zum Uebersetzen ins Französische.
Deutsch, 3 St. Die Regeln der Grammatik wurden durchgenommen, und schriftliche und mündliche Uebungen veranlasst vom Subr. H artung.
C. In den Kunstfertigkeiten: Schreiben, 2 St. Bei dem Schreiblehrer Schütz. Planzeichnen, 2 St. Bei dem Zeickenlehrer D6Iz. Gesang, 2 St. Einige Schüler dieser Classe nahmen an dem Unterricht
des Musikdirektor's Lecerf in der ersten Singeklasse Theil.
2. Im Winter 1 8 32. (Classenordinarius: der Subrector Hartung.)
Die Schüler wurden wöchentlich in 32 Lehrstunden unterrichtet.
A. In den Wissenschaften: Religion, 2 St. Der Schulamtskand. Obenaus erklärte die biblische Geschichte bis auf die Zeiten des babylonischen Exils nach Häübners bibli- scher Geschichte. Geometrie, 2 St. Die Anfangsgründe der Geometrie bis zum Kreise. Die- ser Unterricht, vom Collab. Hörschelmann ertheilt, war als vorbereitender mit Uebungen im Zeichnen und Ausmessen der Figuren verbunden. Rechnen, 3 St. Mit der einfachen und zusammengesetzten Regel de tri in Brüchen beschäftigte der Subr. Hartung die Schüler. Geschichte und Geographie, 2 St. Der Subr. Hartung gab den Schülern zuerst einen Ueberblick der Geographie und Geschichte, und be- handelte besonders Grossbrittanien mit Irland, zuletzt Russland. Naturkunde, 6 St. In 4 der Zoologie gewidmeten Stunden gab der Dr. Dietrich eine Eintheilung der Thiere, und nahm dann die Naturge- schichte der Wirbelthiere und der Insekten durch. In den 2 übrigen Stun- den entwickelte der Dr. Koehler einige Hauptlehren der Physik, Chemie und Mineralogie.
3


