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schen den Endkanten des vermeintlichen Rhombenoctaeders sich kein Unterschied nachweisen lassen, was auch durch directe Messungen bei der starken, in eine förmliche Brechung übergehenden, Streifung der Octaederflächen schwerlich mit Sicherkeit gelingen würde. Vielmehr liefert die Betrachtung der Zwillinge den strengen Beweis, dass kein Unterschied der Neigungswinkel in den Endkanten obwaltet. Ausser den genannten Flächen sind bis jetzt mit Schärfe keine andern am Kreuzstein beobachtet; denn die Brechung in der Zone der Streifung der Octaederflächen kann ungeführ mit demselben Rechte als eine Reihe von Kry- stallflächen angesehen werden, wie die häufig in Brechung übergehende Streifung in der horizontalen Zone der Quarzsäulen. Es ist offenbar zu weit gegangen, wenn Phillips*¹) die Neigung der gebrochenen Octaederflächenstücke gegen einander angiebt, und sogar die mit rhombischer Streifung versehene Säulenfläche
die an den Strontianer Krystallen zuweilen nach den Diagonalen der Rhomben gebrochen ist, als sehr flaches Quadratoctaeder darstellt, was nicht allein den
Zusammenhang gänzlich verwirrt, sondern auch einen directen Widerspruch ent- hält, indem er die Randkanten dieses Quadratoctaeders einen Rhombus bil-
den lässt. Die Dimensionen des Kreuzsteinoctaeders sind bei dem Mangel messba-
rer Krystalle bis jetzt noch nicht mit Sicherheit bestimmt worden. Haüy gab als Neigungswinkel in den Endkanten des Quadratoctaeders einen Winkel von 121⁰587*) an, woraus als Neigungswinkel der Fläche gegen die Hauptaxe 46041 und als Neigungswinkel der Endkante gegen dieselbe Axe 56018,5 folgen würde. Hierauf gründen sich die meisten Dimensionsangaben, die man in den Lehr- büchern findet. Nur Phillips und N aumann ¹³) lieferten einige Messungen. Wie wenig aber solche Messungen geeignet sind, als Basis der Berechnung der Linearverhältnisse zu dienen, kann man daraus entnehmen, dass Phillips den Win- kel von o auf s zu 125°5 mass, den von’s auf das in der Axe gegenüber lie- gende s aber zu 110⁰°26, während jener doch, aus diesem berechnet, 124 47“ ausmachen müsste. Nehmen wir den Winkel von 125°5 als den richtigern an: so würde daraus der Winkel von s zu s= 109⁰50 folgen. Auch Naumann
1) W. Phillips elementary introduction to the knowledge of Mineralogy. Lon- don 1823. 57..
2) Haüy traité de minéralogie. 2. edit. III. 144. 3) Naumann Lehrbuch der Mineralogie. Berlin 1828. 371.


