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alle Einfachheit der Darstellung zu zwillingsartig verbundenen Individuen werden lassen. Will man aber nicht die schönsten und klarsten Bilder der einfachsten Krystallformen einbüssen: so wird man, von der Natur selbst geleitet, sich doch noch immer zu der ersten Vorstellungsart, die längst schon bei der Deutung der Kreuzsteinkrystalle die herrschende war, bekennen. ie einfachen hyazinthähnlichen Formen des Kreuzsteins, die seine Ver- wechselung mit dem Zirkon oder weissen Hyazinth verursachten ²), und die ge- wöhnlich quadratische Säulen mit einem auf die Kanten aufgesetzten Quadrat- octaeder sind, waren in frühern Zeiten weit weniger bekannt als jetzt; es ge- schieht ihrer wenigstens selten nur Erwähnung. Unter den harzer Krystallen sind sie eine seltene Erscheinung*⁴), aber ganz gewöhnlich unter den Kreuz- steinen aus den Porphyrkugeln von Oberstein, und den freilich sparsamer vor- kommenden von Strontian ³) und Kongsberg. Erst neuerlich sind unter dem Kreuzstein der Basalte die einfachen Krystalle sehr häufig angetroffen worden ¹⁴). Die Oberflächenbeschaffenheit, die auch die Zwillinge besitzen, und die so sehr von ähnlichen Erscheinungen anderer Krystallbildungen abweicht, ist schon längst genau untersucht ³⁵), und hat dahin geführt, den Kreuzstein für einem zweiundzweigliedrigen Krystallsystem angehörig zu halten ⁶). Allerdings scheinen die, ganz gegen das Symmetriegesetz viergliedriger Systeme auftreten- den Abstumpfungsflächen zweier, einander gegenüber liegender, Endkanten des Quadratoctaeders dafür zu reden, die man an den grossen Krystallen von Stron- tian und auch an denen von Annerode die Flächen des Octaeders selbst beinahe ganz verdrängen sieht. Auch die Streifung der Krystalloberfläche ist ganz in diesem Sinne, auf den Octaederflächen parallel den Abstumpfangsflächen, sich auf zweien Säulenflächen in rhombischer Zeichnung treffend, während die beiden übrigen Säulenflächen nur horizontal gestreift sind. Aber geometrisch hat zwi-
1) Gillot im Journal de Physique. 1793. II. 161.
2) v. Schloth eim im Bergm. Journal. 1793. 2. St. 186. v. Buch, Beobachtungen über den Kreuzstein. Leipzig 1794. 5.
3) Groschke in der Bergbaukunde. Leipzig 1789. I. 399.
4) Wernekinck in Gilberts Annalen. LXXVI. 177. Hessel im Taschenbuch für Mineralogie. XIX. 3.
5) v. Buch. a. a. O. 7. 6) Mohs Grundriss der Mineralogie. II. 262.


