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communiciren, mitt ihnen auch, weßen mann ſich gegen die fürſtliche Regirung zu resoluiren haben mögte, con- sultiren ſoltten, welches dan auch beſchehen, vndter deßen vndt biß iede Zunfft, wie auch die gemeinde ihre ge⸗ machte ſchlüß abſonderlichen Zum Rathhauß gebracht, iſt der Rath beyſammen geblieben, vndt haben ſich deſſen mitteinander entſchloßen, das nemblichen bey dem Herrn Stadthaltter, etzliche ihres mittelß, wie nicht weniger Zwen auß der Gemeindt, vndt auß ieder Zunfft einer ſich angeben vndt ſolcher geſtaltt vnderdinſtlichen erklären ſoltten, Eß hetten Bürgermeiſtere, Rath, vndt gantze Gemeine Bürgerſchafft ſowoll auß deß Hrn. Schultheißen mündtlichen Vortrage alß auch ab dem fürſtlichen mandato nunmehr genugſam vernommen, waß maaßen Vnßer gn. Fürſt vndt Herr, Herr Wilhelm Landtgraff Zu Heßen ꝛc. das exercitium Augustae confessionis darzu J. F. G. ſich offentlich bekendten, in ihren Stiefft vndt Fürſtenthumb Fuldt, einführen, eine ſchuhl der Jugent Zu Gutem an⸗ richten, wie auch ein presbyterium beſtellen zu laßen gnedig entſchloßen, vndt daß hinführo in hieſiger Pfarrkir⸗ chen die Euangeliſche lehr, vndt das wortt Gottes geprediget, auch zu anhörung deßelben, die vnderthanen fleißig ondt ernſtlich ermundert vndt vermahnet ſein ſoltten, wan aber dieße reformation deme mitt Herrn Obriſten Vß⸗ lar getroffenem accord è diametro Zu entgegen, auch bei dero erbhuldigung die religion vndt das exercitium frey zu laßen, von den Königl. Schwediſchen vndt Fürſtlich Heßiſchen damahligen Hrn. Comissarijs zugeſagt worden, drittens die Pfarrkirche, von vnßern in Gott ruhenden Voreltern, vor etzlich hundert iahren mit ſchweh⸗ ren coſten erbawet, vndt biß dato in bawlichem weſen, dach vndt fach erhaltten worden, wie nicht weniger die re- chlus vndt gefell, woruon die Geiſtlichen vndt ministri deroſelben vnderhaltten würden von ihnen geſtiefftet, ſo wollte mann dero tröſtlicher Zuverſicht geleben, wann obhochgedachte J. F. Gn. deßen, vndt anderer vrſachen oder motiuen gnedige wißenſchafft hetten, oder noch vberkommen ſoltten, es würden J. F. Gn. ihr fürſtliches propositum, wo ie nicht gantz endern, Zum wenigſten alſo dirigiren vndt effectuiren laßen, wie wir bey vnßerer Catholiſcher religion, vndt vnuerhinderlichem exercitio deroſelben verbleiben, vndt das predigen der Euangeliſchen lehr in der pfarrkirche eingeſtellt werden mögte, weren derhalben gentzlichen dahin entſchloßen dieſe vnßere grauamina, an J. F. Gn. entweder in ſchriefften oder durch eine gewiße abſchickung vnderthenige supplicando gelangen zu laßen vnder deßen woltten wir ſolchem ſchwehren vndt das gewißenn rührendem werck, einen anſtandt zu geben vnderthenig ge⸗ betten haben. Vff dieſen gemachten ſchluß haben ſich die vorgenger der Gemeindt vndt Zünfften, nach einander wider angemeldet, vndt ſich abſonderlichen resoluirt wie volgt:
Die Gemeindt erelärte ſich, das ſie bey deme, waß Hrn. Burgermeiſtere vndt Rath zur resolution Zugeben mitt einander einig worden, ſtehen, vndt haltten woltten. Wüllweb er Zunfft: Mann hette vor die reforma- tion hochzubitten, woltten ſich einem Ehrſamen wollweyſen rath auch conformiren. Schuemacher Verſtehen die Augſpurgiſche confession vff die Zwo religion Catholiſch, vndt Lutheriſch, Wan es bey dieſen beyden religionen verbleiben, vndt iedem darbey ſein gewißen frey gelaßen werden könte, weren ſie Zufrieden. Schneiderzunfft begehrt, daß mann ſie bei ihrer religion, wie in den Biſtumber Maintz, vndt Würtzburgk, die gewißen, vndt das exercitium religionis auch frey gelaßen würde, verpleiben laßen wolle. Becker Zunfft: weill die Augſpurgiſche conſession ie eingeführt werden ſoltte, nun aber ſolche confession die Catholiſche religion approbirt hette, beten ſie ſich darbey zu laßen. Metzger Zunfft erelärte ſich, wie die Schuemachere, were jedoch ihnen am Liebſten daß ſie bei der Catholiſchen religion gelaßen würden. Schmidt Zunfft berufft ſich vff den accord, woltte nicht hoffen, daß mann ſoltte darwider beſchwerdt werden, deßwegen vor die reformalion Zu biten were. Leinweber Zunfft, ſie ſeyen in der bitt, daß mann ſie bey der Catholiſchen religion vermög accord woltte verpleiben laßen. Löber⸗ Zunfft gedenckt bey Hrn. Burgermeiſtern, vndt einen Ehrbaren Rath Zu pleiben, ſoltte man bey der hohen Obrigkeit bittens halben ſein, daß ein ieder bey ſeinem ſtandt, worinnen er ttzo iſt, verbleiben mögte.“


