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toͤnen, andere drehen ſich erſt einige Zeit, bevor ſie bei geringerer Geſchwindigkeit ihren Ton hoͤren laſſen. Dieſer Ton, der uͤberdieß anfaͤnglich etwas hoͤher iſt und allmaͤlig ſinkt, hoͤrt bei Abnahme der Ge⸗ ſchwindigkeit auf, laͤßt ſich jedoch nach einer Pauſe, waͤhrend welcher man nur das oben erwaͤhnte tiefe Brummen vernimmt, meiſtens noch einmal hoͤren, iſt bei ſeiner Wiederkehr aber ſchwaͤcher und etwas höher. Dieß geſchieht bei einer verhaͤltnißmäßig ſchon geringen Geſchwindigkeit, wobei die Kreiſel oft ſchon zu wanken anfangen. S9d.
Die Hoͤhe des Tons haͤngt von dem Volumen der Hohlkugel, von der Groͤße der Seitenoͤffnung und bei hoͤlzernen Brummkreiſeln noch von der Decke der Wandung ab. Der Ton iſt um ſo tiefer, je groͤßer das Volumen der Hohlkugel, je kleiner die Seitenoͤffnung und je dicker die Wand iſt. Sind mehrere Seitenoͤffnungen in dem Brummkreiſel vorhanden, ſo nimmt die Tonhoͤhe mit der Anzahl der Oeffnungen zu. Ich ſtelle die von mir uͤber die Hoͤhe des Tons mit verſchiedenen Brummkreiſeln ange⸗ ſtelten Verſuche in einer Tabelle zuſammen, aus welcher die Richtigkeit der eben aufgeſtellten allgemei⸗ nen Saͤtze leicht erſehen werden kann.
In der erſten Columne dieſer Tabelle ſind durch die den Nummern angehaͤngten Buchſtaben a, 5, c ete. Verſuche unterſchieden, welche mit demſelben Brummkreiſel nach Veraͤnderung der Seitenoͤffnung angeſtellt worden ſind. In der 2. Columne iſt das Material des Brummkreiſels, in der 3. der aͤußere Durchmeſſer ſeiner Kugel angegeben. Das in der 4. in Kubikcentimetern angegebene Volumen der Hohlkugel habe ich, weil die Brummkreiſel alle von der Kugelgeſtalt abweichen, nicht berechnet, ſondern mit Waſſer unter Benützung einer graduirten Röhre ausgemeſſen. In Beziehung auf die in der 8. Spalte angegebenen Dicke der hoͤlzernen Wandung muß ich bemerken, daß dieſelbe ſo ungleich war, daß ſie an verſchiedenen Stellen der Seitenoͤffnung um ein Paar Milimeter differirte, weshalb die An⸗ gabe der mittleren Decke nur als Schaͤtzung zu betrachten iſt. Bei den aus Blech conſtruirten Brumm⸗ kreiſeln konnte die Dicke der Wand vernachlaͤßigt werden. In dem mit einem ſolchen Brummkreiſel angeſtellten Verſuchen 45 und 4c habe ich die angegebene Dicke der Wand dadurch hergeſtellt, daß ich voor die Seitenoͤffnung von Außen eine durchbohrte Korkſcheibe aufkittete. Dieſer Brummkreiſel rotirte zwar wegen des von der Luft auf den Korkring ausgeuͤbten Widerſtandes weniger gut, doch ſprach der Ton noch an. Iſt die angeſetzte Korkplatte zu dick, ſo toͤnt der Brummkreiſel nicht mehr.
Die Verſuche 62. und 66. habe ich angeſtellt, um zu ſehen, welchen Einfluß eine bedeutende Ab⸗ weichung des Brummkreiſels von der Kugelgeſtalt auf das Toͤnen und auf die Hoͤhe des Tons ausuͤbt. Es beſteht der hohle Koͤrper dieſes aus Eiſenblech konſtruirten Brummkreiſels aus zwei ſtumpfen graden Kegeln und einem zwiſchen dieſelben geloͤtheten niedrigen graden Cylinder, in deſſen Huͤlle die Seiten⸗ öffnungen angebracht ſind. Der Durchmeſſer dieſes cylinderiſchen Ringes beträgt 169 Mllm., ſeine Hoͤhe 24 Mllm., die Seitenlinie der Kegel 95 Mllm.; der ganze die Hohlkugel des Brummkreiſels, erſetzende Koͤrper mißt in der Drehungsaxe ungefaͤhr 109 Mllm., ſo daß derſelbe alſo bedeutend von der Kugelgeſtalt abweicht. Dieſer Apparat toͤnte bei einer verhaͤltnißmaͤßig geringen Rotationsgeſchwindig⸗ keit und verhielt ſich in Allem ebenſo, wie ein kugelfoͤrmiger Brummkreiſel.
Die Beſtimmung der Hoͤhe des bei der Rotation des Brummkreiſels anſprechenden Tons unterliegt wegen ſeiner oben bemerkten Veraͤnderlichkeit einiger Unſicherheit. Ich habe in der 9. Columne immer den Ton notirt, der mir am meiſten hervor zu treten ſchien, und in der 10. deſſen Schwingungszahl nach der gleichſchwebenden Temperatur hinzugefuͤgt.. 1ſ


