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Beſchrieben werfen, aber Ruder ſind nicht da.
Woher ſoll Ruder ich nehmen, wer ſchafft Ruder mir? Wie wär's, wenn ſtatt der Ruder ich bekritzelte
Dieſe Götterbilder und wärfe ſie hinaus; es geht. Die ſind von Holz ja und auch jenes war nur Holz.
ergreift die in der Nähe ſtehenden Götterbilder und kratzt mit vieler Mühe und unter heftigem Aechzen die nöthigen Buchſtaben ein. Sehr witig iſt es nun auch von Ariſtophanes eingerichtet, daß Euripides durch dieſes Mittel nicht herbeigelockt wird, wodurch Mneſilochus zu der Aeu⸗ ßerung veranlaßt wird: Es kann nicht anders ſein, Als daß er wegen des froſt'gen Palameds ſich ſchämt.
So parodirt er auch des Dichters Andromeda, in der wahrſcheinlich des Perſeus Flug⸗ maſchine und der Echo zweckloſe Erſcheinung Gegenſtand vielfacher Beſprechung ſein mochte; hier iſt es uns aber nicht vergönnt, die Parodie mit dem Originale zu vergleichen, da von der Andromeda nur Bruchſtücke erhalten worden ſind. Hierzu füge ich noch einen einzelnen Vers, durch welchen Ariſtophanes das künſtliche Hervorſuchen ungewöhnlicher Mittel rügt; es iſt der 94, in welchem Mneſilochus, als er erfährt, Euripides wolle den Agathon in Weiberkleidern zur Frauenverſammlung ſchicken, ſagt:
Gilt's feine Künſte, tragen wir den Preis davon.
Auch die ſophiſtiſchen Grübeleien des Euripides geben dem Ariſtophanes Veranlaſſung zum Scherze, wie die Verſe 5— 21 beweiſen und nicht weniger die Geringachtung der Götter, die lare Moral und die vielen Beweiſe von der Nachahmung des Philoſophen Anaxagoras, die ſich in Euripides Tragödien finden. So ſchwört Euripides, Vers 272, mit einem Verſe aus der Menalippe ſeinem Schwiegervater beim Aether, der Wohnung des Zeus, dann bei allen Göttern auf einmal, und Mneſilochus erinnert ihn an den Vers aus dem Hippolyt:. Die Zunge ſchwor's, doch frei vom Eide bleibt der Geiſt. ſo klagt die eine Frau, daß Niemand ihr mehr Kränze abkaufe, weil Euripides in ſeinen Tra⸗ gödien die Männer überredet habe, es gäbe keine Götter.
Hiermit glaube ich nun nicht ganz undeutlich gezeigt zu haben, daß auf Euripides in den Thesmophoriazuſen die Pfeile Ariſtophaniſchen Witzes geſchleudert werden; aber damit iſt die Frage über die Tendenz des Stückes, ſoviel mir ſcheint, noch nicht genügend beantwortet. Denn war es des Ariſtophanes Abſicht, nur allein den Euripides zu verſpotten, ſo ſehe ich nicht ein, warum ſo viele Schmähungen der Weiber ausgeſprochen werden, ſowohl vor den Frauen ſelbſt, als von Mneſilochus; ſo wäre auch gewiß des Mneſilochus Vertheidigungsrede ganz an⸗ ders von Ariſtophanes angelegt worden; ſo erkennt man von einigen Theilen der Comödie den


