Däante.
Im strande von Ravenna säulen ragen, Die weiße Villa träumt im Mondenschein. Im Park die Pinien stolze Kronen tragen, Den Teich umbuschen weißer Rosen Reih'n.
An seinem Ufer steht in düstrem sinnen Der Dichter, dem Florenz die Tore wies. Er sieht im Baum die silberfäden SPinnen, Die strahlen huschen übern Gartenkies.
Geheimnisvoll wie eine bange Frage
Der Nachtwind in den Pinienwipfeln rauscht. Und seltsam tönt's wie leis verhaltne Klage, Die mit des Dichters seele ZwieSPrach tauscht.
Der blickt empor zum nächt'gen Himmelsdunkel, Wo stern an stern den Funkenregen SPrüht. Da flammt es auf im Meer von Goldgefunkel: Ein Feuerstreif zieht leuchtend und verglüht.
„O Beatrice!“ tönt's aus seinem Munde, Die weißen Rosen SPiegeln sich im see.
Ein Lächeln ging durchs All in jener stunde, Und Dante schaut der Himmelsrose schnee.
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