Aufsatz 
"Tod und Sterben" in der modernen Lyrik : eine literarische Studie mit einer Beigabe eigener Gedichte / von Bonifaz Rauch
Entstehung
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Wereschtschagin auf Deck führt traumversunken

Den stift, das Auge schweift wie trunken:

Der Wellenkämme schaum im sonnenglitzerSPiel,

Der Wogen Gischt aufSPritzend um des Panzers Kiel, Ein silberfunkenreigen um des schiffes saum,

Und goldne Lichter rieseln wie ein Friedenstraum. Am Horizonte dunkle Massen, Qualm und Dampf: Klar zum Gefechte Japans schiffe auf zum Kampf! Und ringsum blitzt es von den steilen Felsenwänden, Wo Eisengruß dem Feind die Batterien senden.

Jetzt jagt derPetropawlowsk in des Hafens Rund. Gerettet! Da ein dumpfer Knall vom Meeresgrund! Wild bäumt die see sich auf, ein wirrer Wasserball, Und wirbelnd kreist das schiff im grausen Wogenschwall. Ein Todesschrei aus tausend Menschenkehlen gellt, Zur Tiefe schießt das schiff, geborsten und zerschellt. Die Mine hat gezündet. stolz im Rausch des sieges Der schlachtendämon jauchzet: Poesie des Krieges!

Anm. Der russische schlachtenmaler Wereschtschagin pflegte seine Bilder in den großen städten Europas bei künstlicher Beleuchtung und unter Gesang und Harmoniumbegleitung zu zeigen. Er fand seinen Tod vor Port Arthur am 13. Februar 1904 bei dem Untergang des Petropawlowsk, den die Japaner durch eine seemine in die Lust SPrengten.

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