Aufsatz 
"Tod und Sterben" in der modernen Lyrik : eine literarische Studie mit einer Beigabe eigener Gedichte / von Bonifaz Rauch
Entstehung
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Acht Jahre SPäter. Ueber Rußlands Wüstenei'n,

Durch schnee und Eis im schlitten düster und allein Der Korse jagt, von Rachegeistern wild gehetzt,

Daß seiner Rosse schaum den starren Boden netzt.

Im Ohre schallt ihm stets ein grauses Trauerlied,

Nicht wie Beethoven seinem Heros es beschied:

Ein Aechzen, Wimmern und ein schriller Todesschrei Aus tausend Menschenkehlen. Krachend birst entzwei Die Brücke der Beresina und schlingt hinab

Das Roß, den Reiter in das eis'ge Flutengrab.

Und ringsum Tote, die Kosakensäbelhieb,

sein eigner Dämon Herrschsucht ins Verderben trieb. Doch vor ihm winkt ein Felseneiland, meerumrauscht, Wo nur dem Müövenschrei das Ohr am strande lauscht. Ist das sein Ziel? Er schaudert, toller rast die Fahrt: Verderben ist des Dämons, segnen Heldenart.

Dem Korsen nicht, dem Fluch der Menschheit Jammer schrie, Beethoven schuf sich selbst die Heldensinfonie.

Er ist der Held, der gottgesendet, rein und hell

Die seelen tränkte mit des Liedes Wunderquell.