Beefhoven.
(sinkonia Eroica.)
Ein Lenzgewitter war verrauscht, und würz'ger Duft, Quoll wie Jehovahs segen durch die Frühlingsluft. Beethovens Feuerauge mit Entzücken ruht ö
Auf Wolken, wo noch zuckt der letzten Blitze Glut.
In seinen Händen hält er jene Heldensinfonie,
Das hohe Lied, das er gesungen dem Genie,
Zu dem im Donnerschlag, in roter Blitze Brand
Er jetzt die letzten rauschenden Akkorde fand.
Noch einmal überschaut sein Geist des Helden siegesflug, Wie er im Tongemälde ihn verherrlicht Zug für Zug: Des Heros Ringen mit sich selbst, mit Haß und Neid, Am Grab erstorbner Hoffnung sein Titanenleid,
sein frohes Lachen, wenn bewußt der Götterkraft
Er SPrengt der Erdenfesseln aufgezwungne Haft,
Und sein Triumph, wenn er die schwingen hebt
Und adlergleich auf einsam stiller Höhe schwebt.— Wem ist das Werk geweiht? Wer ist der Held im Kampf? Beethoven denkt des Korsen, der im Pulverdampf Einst auf der Addabrücke kühn voran die Fahne trug, Des Aufruhrs Geister sieggewohnt in Bande schlug. schon schrieb des Künstlers Hand:„Napoleon.“
Da trat sein schüler ein. Wie bittrer Hohn
Erklang's:„Der Korse trägt der Kaiserkrone Pracht!“ Der Künstler starrt wie stein, dann grimmig lacht
Und wirft zu Boden zornentbrannt die Partitur: „Auch der wie andre? Nicht ein Held, ein sklave nur!
Napoleon! Hinweg dies Wort von meinem Blatt! Bald trinkt er, ein Tyrann, im Völkerblut sich satt.—“
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