Des Liedes Macht.
Hell glitzert der sterne nächtlicher Reih'n Und gießt auf Paris seinen flimmernden schein. Dort oben der Friede am seligen strand! Hier unten lodert des Aufruhrs Brand,
Hier rasen die Menschen mit Tigerwut, Betrunken von zuckender Opfer Blut.
Im finsteren Kerker am Krankenbett
Weilt bangend die Königin Antoinette,
Die Fürstin aus Habsburgs glänzendem Haus, Vom Pöbel verstoßen in Elend und Graus. Im Bettchen, gerötet von Fieberglut,
Ein lockiger Knabe, der Dauphin, ruht.
still sinnet sein schwesterlein für sich hin: sie denkt wohl der schimmernden Tuilerien
Und träumt sich zurück in die goldene Pracht Weit weg aus des Kerkers beengender Nacht.
Bei offener Türe im nächsten Gemach
steh'n lärmende Jakobiner auf Wach'.
Am Fenster dräu'n die Gewehre in Reih'n, sie selber zechen beim flackernden schein.
Und rufen mit loderndem Feuer im Blick: „Es lebe die Freiheit, die Republik!“
Da tritt aus der rohen Gesellen Rund
Ein Hüne zum Dauphin, die Pfeife im Mund, Bleibt rauchend mit SPöttischer Miene steh'n. Die Königin bittet mit rührendem Fleh'n:
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