Nidenbach.
(1706—1906.)
Zu Aidenbach vom Bühle schaut stumm ein Kreuz ins Tal, Das leuchtet in die Lande, umglüht vom sonnenstrahl. Dort schlafen unterm Rasen, wo jäh der Tod sie traf,
Viel hundert treue Herzen den ew'gen Friedensschlaf.
Zwei hundert Jahre sind es, da scholl's von Haus zu Haus: „Wir wollen bay'risch sterben!“ wie Wintersturmgebraus. „Der Kurfürst in der Fremde, der Feind im Land zu Hauf! Jetzt gilt's die Treu zu zeigen! Jetzt Bayernvolk steh' auf!“ Vom schnee der Alpenberge loht grell der Feuerbrand
Und lodert durch die Gaue bis hin zum Donaustrand.
Und mancher, der geführet den Pflug mit starker Hand, Griff, Zornesglut im Herzen, zur Büchse an der Wand. schon hatten Heldenscharen, verraten und verkauft,
Den Kirchhofsgrund von sendling mit ihrem Blut getauft. Noch trotzten keck die Bauern im Tal der Vils und Rott. „Gilt's siegen oder sterben, nur nicht der Feinde SPott!“ Des Winters schneekleid deckte den weiten Wiesenplan,
Da jagten wie das Wetter Husaren kühn heran.
Mit Aexten und mit sensen die Bauern stürmen ein. „Hie Bayern und Emmanuel!“ erschallt's durch ihre Reih'n.
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