Aufsatz 
Studien zum Thukydides / von Carl Schmelzer
Entstehung
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cap. 110, 3. n000 G Angdis aεαειανανιιν. Daß die Worte mit der Erzählung des Ktes. Pers. 36. nicht übereinſtimmen ſollen, leuchtet mir nicht ein. Die Erzählung des Ktes., nach welcher Inaros ſich ergeben hat unter der Bedingung, daß ihm nichts zu Leide gethan werde, ſollte wohl vielmehr nöthigen,0ooPl;g hier nicht mit 1Helc, ſondern mit dνεκαιιαννιαιοσ zu ver⸗ binden.Er kam in Gefangenſchaft und wurde verrätheriſcher Weiſe(d. h. trotz des Verſprechens, welches man ihm gegeben hatte) gekreuzigt.

cap. 114, 3. Mτπειασέαν π σαάαάα

Kr. ſchließt aus dieſen Worten, daß die Athener Enböa früher nicht ganz unterjocht hatten, Soll das heißen, daß ſie vor dem Abfalle Euböa's nicht im vollen Beſitze der Inſel geweſen ſeien, ſo möchte ſich das aus dieſen Worten nicht beweiſen laſſen.⁴αασν kann hier geſagt ſein als das Ganze gegenüber den einzelnen Theilen, welche folgen: rüy uey daν Eorixidg de. Oder die Worte urecroeεꝓνανο οσααν blicken zurück auf den Anfang des Capitels 2s ανν ⁶ι*ςεεννκοσ Ieourltous groarid, welcher Worte Sinn iſt: Perikles hatte begonnen Euböa zu erobern, er hatte einen Theil unterworfen. Da wurde er genöthigt, die weitere Eroberung vorläufig aufzugeben. Als er dann nach dem Abzuge des Pleiſtoanax wiederkehrte, unterwarf er die Inſel ganz.

S. Nede der Korinthier.

cap. 120, 1. ⁴ςρ ο χαχ αἀάο Sv αᷣχmν..

Ich bin gegen Cl. der Anſicht, daß beide Satzglieder von alriαœανεsæα oder vielmehr von einem ausge⸗ laſſenen gyovrec abhängig ſind. Denn die Beſchuldigung würde direct lauten:ſie haben zwar ſelbſt den Krieg nicht beſchloſſen, uns aber zu dieſem Zwecke jetzt berufen oderſie haben uns berufen, ohne ſelbſt den Krieg be⸗ ſchloſſen zu haben. Thuk. würde die beiden Sätze mit us und d einander gegenüber geſtellt haben, wenn er nicht grade dadurch, daß er mitαε᷑ᷣ as ſie eng verbindet, hätte zeigen wollen, daß beide die Beſchuldigung um⸗ faſſen ſollen. Kr. hat ds ou x zuſammengefaßt:als ob ſie nicht ſowohl ſelbſt als auch uns. Die Worte gehören aber hier nicht zuſammen. Dem aꝛ aurod entſpricht das folgendeu**εμμαeς,oi aber gehört zu 2 ννραιασνμένοο elot und iſt hier in den Anfang des Satzes geſtellt wordeu, damit die Verneinuug ſtärker urgirt werde.

cap. 120, 1. zo⁵ Aο Od᷑ ud6 ας 9 0 ναι.

Was Kr. zu es 1coueoyras ſagt, begreife ich nicht recht. Er ſagt:unter geſetzlicher, rechtlicher Gleich⸗ heit, ohne Pleonexie für ſich; ihr Vorrecht ſoll die Vorſorge für das gemeine Beſte ſein. Auch Cl. kann ich nicht beiſtimmen, wenn er es kcov»euet erklärtunparteiiſch(ohne Anſpruch auf einen Vorzug) verwalten, behan⸗ deln. Die Korinthier ſagen hier:Früher hatten die Spartaner den Krieg ſelber nicht beſchloſſen und beriefen uns, daß wir ihn beſchließen ſollten, ohne daß ſie den Willen hatten, unſerem Beſchluſſe Folge zu leiſten. In ih⸗ rem Sonderintereſſe lag es, den Krieg zu vermeiden: ſie ſahen aber ein, daß das Geſammtintereſſe den Krieg ver⸗ langte: indem ſie uns nun beriefen zum Beſchluſſe des Krieges, gaben ſie damit nur äußerlich und ſcheinbar dem Geſammtintereſſe nach d. h. ſie ſtellten Sonder⸗ und Geſammtintereſſe nicht auf gleichen Standpunkt, ou⸗ eE TGoν Ereuoy. Jetzt ſteht die Sache anders; jetzt thun ſie, was Hegemonen ziemt; indem ſie das Sonderintereſſe auf gleichen Standpunkt ſtellen, vom gleichen Geſichtspunkte aus behandeln, wie das Geſammtintereſſe, faſſen ſie das letztere vornehmlich(·00) in's Auge, gleichwie ihnen auch vornehmlich(r00) Ehre zu Theil wird. Denn das heißt, daß Sonder⸗ und Geſammtintereſſe vom gleichen Geſichtspunkte aus behandeln, daß man das erſtere dem letzteren unterordnet. Demnach ſind die Worte ſo zu überſetzen:Denn es ziemt ſich für das führende Volk, indem es ſein Sonderintereſſe vom gleichen Geſichtspunkte aus behandelt, vornehmlich das Geſammtintereſſe in's Auge zu faſſen. oocromer 16 xoανι i. e. oxomei raA oενα*π τ³ιμν ⁷⁶ωmν

. cap. 120, 2. 1 51 ⁴˙εςσ αe μάdω vu εν ν ορ. 1 Die Erklärer nehmen hier einen Wechſel der Conſtruction ans ließe ſich der Artikel in nicht auf be