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jeder der verbündeten Staaten das Recht hatte, eine Verſammlung nach Sparta zu berufen, ein Bundesverhältniß, zu welchem man wohl nicht leicht ein zweites Beiſpiel auffinden möchte. Ich erkläre das Imperfectum αοε☚α⁴αιο durch„ſie ſuchten die Bundesgenoſſen nach Lakedämon zu rufen“ d. h. ſie ſuchten dieſe zu bewegen, daß ſie in Lakedämon Klage über Athen führten;„a* areOνᷣ ενλεοωνέτεςι εαιμ̈ν νιta„und zogen umher(449breg Kc. 2g 100 Suuαie οοςα) und klagten über Athen.“ An dieſen Geſandtſchaften zu den einzelnen Bundesgenoſſen nahmen nun zwar, ſagt Thuk., die Aegineten keinen Theil aus Furcht vor Athen, wirkten aber um ſo mehr heimlich für den Krieg. Eine andre Schwierigkeit bieten die Worte„arâ zdg cordãs. Weder der fünf⸗ noch der dreißigjährige Waffenſtillſtand der Athener und Spartaner kann gemeint ſein, weil Aegina vor beiden in die Gewalt der Athener kam. Ich glaube, es iſt mit einem cod. der Artikel vor cordag auszulaſſen. Die Worte aeτmνouο urd dovdag würden dann einen Begriff bilden und heißen„vertragsmäßig autonom.“ Die Aegineten würden aber dann gegen jeden, den ſie für den Krieg gewinnen wollten, und der ihnen erwiederte: warum ſchickt ihr denn nicht gleich den Korinthiern öffentliche Geſandtſchaften? mit den Worten oöx 2G.εν α τονυιαμ αᷣ dnovddg eine Entſchuldigung gehabt haben.„Die Aegineten ſchickten zwar nicht offen Geſandtſchaften, aus Furcht vor Athen, trieben aber im Geheimen recht eifrig zum Kriege, indem ſie vorgaben, ſie ſeien nicht vertragsmäßig autonom(und könnten deshalb nicht wie die Korinthier öffentlich Geſandte ſchicken).
4. Rede der Korinthier.
cap. 68, 1. 16 πιασσν μeς, axe daαμνιι—.* ε.
Was zuerſi die grammatiſche Verbindung der einzelnen Worte dieſer Stelle anlangt, ſo iſt viel darüber geſtritten worden, ob es rous aloue zu dnaororcoowc oder zu Aer‿νer, wie Pp. will, zu ziehen ſei. Wie ich glaube, thut es gar nichts zur Sache, ob man Griechiſch ſagen kann äniorog ig zure oder nicht. Man darf ja doch gewiß die Worte s 100⸗ dalovs grammatiſch mit-eornots verbinden und gewinnt dann dem Sinne nach daſſelbe, als ob man ſie zu mroreove zöge. Wichtiger iſt die Erklärung des Begriffes von 16„or6y. Pp. Kr. u. a. erklären 10*ισπτ%„die Zuverläſſigkeit, d. h. Redlichkeit“, nach Poppo der beſte Erklärer des Thuk., wie ich glaube, Classen, ſagt, 16 6„ ſei„die Redlichkeit in paſſivem Sinne, der man trauen kann. Wie aber 16 ro zu dem Be⸗ griffe„Redlichkeit“ komme, erklärt Niemand, denn die Stelle, welche Kr. aus der ſogenannten Leichenrede des Perikles anführt, trifft nicht zu. Dort, II., 40, 4, heißt vielmehr rig&leuelag 1 πααρς„im Vertrauen auf die gute Sache der Freiheit.“ Sodann aber iſt auch die ganze Rede mit ihrem vorwurfsvollem Tone wahrhaftig nicht angethan, hier eine captatio benevolentiae anzunehmen. Deshalb erkläre ich die Worte 10 αꝙ τον*ρ̈ ‿⁸ öudg aurοdsς moldrefag 2u* ²fas„das Ueberzeugende, welches eurem innern öffentlichen, wie privaten Verkehre eigen iſt, welches euren ſtaatlichen, wie privaten Gewohnheiten innewohnt.“ Das Ueberzeugende bewirkte jene Ent⸗ ſchiedenheit, welche dem Spartaner auch ſeine Feinde laſſen mußten. Sie ließ— nach Anſicht der Korinthier hier — den Spartaner die Furcht nicht kennen, ließ ihn deswegen die äußeren Angelegenheiten ſeines Staates, ſein Verhältniß zu den andern Staaten, weniger in's Auge faſſen und ſchuf ſo die duαααα mςσ τd ε. Andererſeits wirkte ſie dann auch das Maaßvolle, die 6% 0b„n, den Gleichmuth, der den Spartaner vor allen Griechen kenn⸗ zeichnete.
cap. 69, 2. ol âe doντεες εAKAO4 O 0 deeναςα— εꝓ᷑ᷣ nτα.
Nach vielen Verſuchen, dieſe Stelle zu erklären, hat man ſchließlich, indem man richtig das v§ als Ge⸗ genſatz zu o6 uovres faßte, die Worte ſo erklärt:„denn die(gegen uns) Handelnden(die Athener) greifen, ent⸗ ſchloſſen gegen Unentſchiedene, ſchon jetzt und nicht erſt beabſichtigend, uns an.“ Kr. Daß Thuk. dabei auf einmal die Athener zar' eEoxyy die Handelnden nennt, ſcheint Kr. nicht aufgefallen zu ſein. Auffällig iſt es indeſſen gewiß, wenn es vielleicht auch nicht, wie Cl. meint, unmöglich iſt. Die Form des vorliegenden Gedankens iſt, wie Cl. richtig geſehen, die einer allgemeinen Sentenz. Faſſen wir, um die Stelle zu erklären, die Verbindung, in welcher ſie ſteht, in's Auge.„Jetzt endlich— läßt Thuk. die Korinthier ſagen— ſind wir nun zuſammengekommen und


