mehr vertheidigen konnte) nicht an ihren Schiffen feſt, ſie verſenkten ſie, bohrten ſie in den Grund. Dieſer Ge⸗ danke aber läßt ſich gewinnen, ſobald wir die Worte äc radceay nach Krüg. Syntax§. 54, 6, 1. als einen ideell abhängigen Satz faſſen, den Genitiv 10„„*Gy abhängig machen von às und überſetzen:„Als der Feind floh, zogen die Korinthier die Wracke nicht mit ſich, indem ſie diejenigen von den Schiffen, welche ſie verſenkten, ange⸗ bunden hätten, ſondern ſie wandten ſich u. ſ. w.“ Natürlich wäre dann zwiſchen ellwo“ und dναouevot ein Komma zu ſetzen. So läßt ſich auch das folgende vernünftig erklären, wenn man eben annimmt, daß die Korinthier darauf ausgingen, Schiffe zu vernichten ſtatt zu nehmen. Die Kerkyräer nämlich, welche auf dem andern Flügel geſiegt hatten, hatten zum Theil freilich, mit 20 Segeln, die Flüchtlinge verfolgt, zum Theil aber auch— denn die 20 verfolgenden Schiffe ſtanden doch nicht allein auf dem ſiegreichen Flügel der Kerkyräer— die Rümpfe der genom⸗ menen Schiffe in's Schlepptau genommen, wie es Sitte war, und wenn nun die Korinthier auf ein Schiff ſtießen, welches ein auf dem andern Flügel genommenes im Schlepptau hatte, ſo bohrten ſie beide in den Grund und ver⸗ nichteten ſomit neben ihren Feinden auch ihre Freunde. cf. cap. 54, 2:»vadc 1s aradöcœvτeᷣ εοε ε⁴⁵⁴οσνανοων. cap. 56. 2.
In Bezug auf Potidäa treten die Athener, nachdem ſie Kunde von den Aufreizungen der Korinthier und des Perdikkas erhalten hatten, thatkräftig auf und zwingen die Korinthier ebenfalls mit ihren Anſichten offen zu Tage zu treten. Damit beweiſen ſie dieſen wieder, daß ſie durchaus keine Furcht vor den Peloponneſiern kennen, und bringen ſie ſodann wieder(cf. das zu cap. 44. Geſagte) in eine Lage, in welcher ſie ihrem Zwecke ſchadeten, mochten ſie thun, was ſie wollten. Entweder nämlich unterſtützten ſie die Potidäaten nicht. Alsdann würden die Bundesgenoſſen der Athener nicht mehr ihre Blicke auf den Peloponnes gerichtet haben und Korinth und der Pe⸗ loponnes hätten eine moraliſche Niederlage erlitten. Oder aber ſie halfen den Potidäaten, wie ſie es thaten. Dann ſchwächten ſie ihre Macht, ehe ſie dieſelbe im Verein mit dem zögernden Sparta gebrauchen konnten.
cap. 57.„
Die Ueberlegenheit der Attiſchen Politik gegenüber der Peloponneſiſchen Zauderei drückt Thuk. aus durch eine kleine Silbe, durch das 700 in 0 αα εςσα(Qβ ν‿οννο„ſie kamen mit ihren Vorbereitungen zuvor“, nämlich den Abſichten der Korinthier und auch des Perdikkas.
cap. 58.
Ich tilge nicht mit Pp.(deſſen Anſicht auch Kr. Böhm. Class. ſind) das dασασν ſondern ſchiebe nach emeld’ mit einer Handſchrift e ein und zwar, weil ich die Worte drαο ˖ꝗHůo- dcy anders faſſe, als Pp. ſie zu faſſen ſcheint. Nach ihm iſt nämlich das Subject zu erouiudcαm⅞o„die Lakedämonier.“ Dagegen nehme ich als Subject zu dieſem Verbo das obige Io*⁴³ααα, das Subject zu à αααααν, und überſetze:„Die Potidäaten, die ſowohl nach Athen ſchickten, als auch mit den Korinthiern nach Lakedämon kamen, betrieben, wie ſie(ſelbſt) ſich im Nothfalle Hülfe ſchaffen möchten.“ Für dieſe Auffaſſung ſpricht das z„ der d. h., wie weiter unten erklärt iſt, Ir εn I1021daιαιαν mειέμνιασι‿οmal„im Falle eines Angriffs auf ihre Mauern,“ ein Zuſatz, der, wenn man rοαmσσ fallen läßt und dmς— 11a᷑„ zu 22reg zieht, überflüſſig iſt. Ebenſo ſpricht dafür das röre d— A„lararαν „ſie erklären ihren Abfall.“ Falls nämlich die Potidäaten nicht vollkommen gerüſtet geweſen wären, die Mann⸗ ſchaft der Athener, welche unter Archeſtratos in ihrer Nähe war, abzuwehren, würden ſie mit dieſer ihrer Erklä⸗ rung gewartet haben, bis die Athener thatſächlich gegen ſie vorgeſchritten wären. Daß ſie aber auf eigne Hand gegen dieſe Mannſchaft gerüſtet waren, zeigt cap. 59, 1.
cap. 67, 2. AlTtirat εᷣ aνεαςα μν οι mmοηεσιε⁵εινοι— Oν ραμ ϑε‿eα τd ποννmg.
Kr.(und nach ihm Boce. und Cla.) ergänzt zu dem euge t das vorhergehende moeoßevöfevot: wohl mit Unrecht. Ich nehme mit andern Erklärern eine Anakoluthie an, weil ich glaube, daß man damit hier keine Un⸗ regelmäßigkeit macht. Kr. denkt nämlich— und, wie ſcheint, auch die übrigen Erklärer— an eine Geſandtſchaft der Aegineten nach Sparta. Von Geſandtſchaften nach Sparta aber iſt hier mit keinem Worte die Rede. Die Worte nageενεεοι—— tc rir Aaxsdaluoya haben zu ſolch einer Annahme veranlaßt und man hat aus ihnen gefolgert, daß


