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haben die Epidamnier αναφαοσσres, harmlos, aufgenommen und haben alſo keinen Tadel verdient dafür, daß ihre Aufnahme uns Krieg gebracht hat.“
cap. 41, 1. S odx 2 0 6res— gan IO⁵„a.
Die Erklärer ſcheinen zuerſt das xohras in ſeiner ſcharf betonten Stellung nicht zur Genüge gewürdigt zu haben. Die Korinthier behaupten, Pflicht der Athener ſei es, ihnen jetzt zu vergelten.„Wir meinen, ſagen ſie, daß eine Dienſtleiſtung uns gegenwärtig zu erwiedern eure Pflicht ſei.“ Nur wenn wir dies éeira, wie es ſeine Stellung verlangt, ſo hervorheben, ſind die Worte*ν— eira nicht überflüſſig. Thun wir das nicht, ſo ſchließen ſich die folgenden Worte»ei„ag„. 1 3. weit beſſer an roeurde an. So aber läßt ſich auch oir er90 6-1edor SAdnreur, Odd' ad φο ασσςα υαςρνοςεαα verſtehen. Mit dem o?x 9 0 öyres werfen die Korinthier den Vorwurf der Kerkyräer zurück, welche geſagt hatten, die Korinthier hätten es auf Athen ſchon lange abgeſehen, und die Worte heißen:„da wir nicht eure Feinde ſind, die euch zu ſchaden trachten.“ Dagegen iſt das zu 005d' ⅓ρεεοοι özu wie⸗ derholende dres aufzulöſen mit einem„obgleich“ und die Korinthier ſagen mit den Worten:„wir verlangen nicht von euch einen Freundesdienſt, ſondern einfach einen Gegendienſt.“ Die ganzen Worte aber enthalten einen paren⸗ thetiſchen Gedanken, der nur mittelſt des Relativs äußerlich, wie öfter, dem Gedanken des Hauptſatzes angeknüpft iſt. Demnach würde ich die Worte„aαικεαι— xei*ras etwa ſo überſetzen:„als Aufforderung und Mahnung zu einer Dienſtleiſtung haben wir folgendes anzuführen— wir meinen nämlich, da wir nicht euch feindlich geſinnt ſind, um euch Abbruch zu thun, und, obgleich wir hinwiederum auch nicht mit euch in wechſelſeitigem Freundſchaftsver⸗ kehre ſtehen, uns gegenwärtig eine Dienſtleiſtung zu erwiedern ſei eure Pflicht—.
cap. 42, 1. αν mℳν☛ voμεσφ dταuα— 8* ο κ. 1. 1.
Die Conſtruction iſt vollſtändig dieſe: νονμιασφς Üe t lιi ϑtlαια ⁶έeφν⁶⁵‿αι, d8 8iwο Eugoda, 81 rolεεαμισωυμ. d. h. Aꝓ ⁸εα‿α õöſteht hier nicht dem el“as entgegen, ſondern vielmehr dem el ruls ε*αεε: es ſteht für er Aeye zig oder el Aeyerai.„Niemand mag wähnen, das ſe zwar gerecht, wenn es dargeſtellt werde; von Nutzen aber, wenn man werde Krieg führen, ſei ein anderes.“ D. h. Niemand mag wähnen, als Redner freilich könne man nur das als das Rechte hinſtellen, als Nfütrender müſſe man aber das Nützliche anderswo ſuchen. Thuk. ſagt, was wir deutſch etwa ausdrücken würden:„Theoretiſch betrachtet, ſtellt ſich das als das Rechte dar; in der Praxis aber iſt ein Anderes nützlich.“ Deswegen überſetze ich auch das folgende duαordn in er r&ν τες ƷεƷιφeιαα aαerdyg nicht durch„moraliſch fehlen“, ſondern ergänze vielmehr dazu ein„μνέαρᷣ und nehme es für„irren, ſich im Irrthume befinden.“„Der Nutzen folgt am meiſten dem Verfahren, bei welchem man am wenigſten in einem Irrthume befangen iſt.“ So bezeichnet duxordet hier das Gegentheil von dem bald folgenden 66 9 o. Während Kr.s Ueberſetzung:„der Nutzen folgt am meiſten dem Verfahren, bei dem man moraliſch am wenigſten fehlt““ gar keinen Gegenſatz bietet zu ro εαονπ το πωνεαμον εέν αςανε εο eεν, liegt ein treffender Gegenſatz zu Tage, wenn wir ſagen:„Die Gefahr des Krieges liegt noch im Dunkel: der Nutzen aber folgt am meiſten der Handlung, bei der man ſich am klarſten iſt d. h. am wenigſten irrt.“
cap. 43, 1. μές de eoεααεᷣαιτ⁵εαε— ε☛0101.
Der Sinn iſt offenbar: Wir ſind jetzt ſelbſt in eine Lage gekommen, wie die war, von welcher in Lake⸗ dämon die Rede war. Demnach muß ſich das àντꝛ auf rorenrxores beziehen:„wir ſelbſt ſind jetzt in eine Lage gerathen.“ Es gehören alſo zuſammen die Worte zueic- νετο. Das νrot zu nooclmoher zu ziehen, giebt einen ganz ſchiefen Gedanken, und auch ols mit„ooetmohe zu verbinden iſt hart(Kr.) ν olg en zu leſen nach Kr.s Vorſchlag verbietet aber eben das aurot. Sollte darum nicht vielleicht hinter avrot ein 6 ausgefallen ſein? „Wir ſind ſelbſt in eine Lage gekommen, wie die zu Lakedämon verhandelte war, und wir, die wir(damals) klag⸗ ten, daß ein jeder ſeine eigenen Bundesgenoſſen züchtigen möge, wollen jetzt denſelben Grundſatz von euch beob⸗
achtet wiſſen. 2


