Aufsatz 
Studien zum Thukydides / von Carl Schmelzer
Entstehung
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haben zwei Gründe, weswegen ſie uns iſolirt angreifen: entweder wollen ſie bei dieſer Gelegenheit uns ſchwächen oder ſich ſtärken, ehe ſie ihren Angriff mit den Lakedämoniern auf euch richten. Sie wollen uns ſchwächen dadurch, daß ſie uns niederwerfen: ſie wollen ſich kräftigen dadurch, daß ſie durch den Kampf mit uns Gelegenheit gewin⸗ nen, ihre Flotte zu bemannen, ihre Flotte ſchlagfertig zu machen. Verbindet ihr euch nun aber ſofort mit uns, ſo verfehlen ſie, wie klar, beide Zwecke. Ich überſetze alſo die Worte ſo:Die Korinthier wollen uns vorher faſſen, um euch dann angreifen zu können, damit wir nicht in demſelben Haſſe gegen ſie zuſammenſtehen und ſie ſo beides vorherzuthun verfehlen, entweder uns zu ſchwächen oder ſich ſelber zu rüſten. Einen von beiden Zwecken erreichen die Korinthier immer, wenn ihr euch uns nicht verbindet ſagen die Kerkyräer entweder ſie beſeitigen uns oder ſie ſind wenigſtens gerüſtet, um mit den Lakedämoniern zugleich euch angreifen zu können, ehe ihr gerüſtet ſeid. Beide Zwecke verfehlen ſie, wenn ihr uns helft. cap. 35, 3. ek? re&r αdxsαιε.μ̈ α.

Ich ſtimme Kr. bei, wenn er ſagt: der Periodenbau mit e6⁴εοα abſchließend zu erklären iſt vergebliche Mühe. Aber ich ſehe nicht ein, weshalb nun ekra in eire verwandelt werden muß; ich begreife nicht, warum man die Periode nicht mit dgellag ſchließen ſoll. Die Kerkyräer ſuchen in dieſem und dem folgenden Kapitel Einwürfe, welche die Korinthier etwa den Athenern machen könnten, im Voraus zu beſeitigen. cap. 34 ſagen ſie: die Ko⸗ rinthier können den Einwurf machen, ihr thätet Unrecht, wenn ihr ihre, der Korinthier, Colonie in Schutz nehmt. Dieſen Einwurf beſeitigen ſie mit der Behauptung; wir ſind eigentlich gar keine Tochterſtadt der Korinthier mehr; denn ſie haben ſich uns durch angethanes Unrecht entfremdet. cap. 35 fahren die Kerkyräer dann fort: die Ko⸗ rinthier könnten ferner den Einwurf machen, daß ihr den Vertrag mit den Lakedämoniern brecht, wenn ihr uns helft. Dieſen zweiten Einwurf beſeitigen ſie mit den Worten eseivae 24&*. Nachdem ſie ſodann das Unrechte der beiden etwaigen Einwürfe dargelegt haben, fügen ſie auch noch das Unbillige, welches jeder dieſer Einwürfe haben würde, bei. Der Beſeitigung des erſten angenommenen Einwurfs fügen ſie hinzu:die Korinthier haben unbillig an uns gehandelt, weil wir ihre Stammverwandten ſind; der Beſeitigung des zweiten Einwurfs:es wäre ganz unbillig(deιν⁶ε), wenn wir von jeder Hülfe ausgeſchloſſen ſein ſollten, während ſie doch in ganz Griechenland Truppen werben. Den zweiten Einwurf hat nun Thukyd. eingeführt mit dem in 05s liegendenauch Zugere 5 0ud? x. r. 4. Jetzt kommt er mit eir« zum dritten Einwurf, welcher lautet: die Korinthier werden es euch ſodann zum Vorwurfe machen, daß ihr euch habt von uns überreden laſſen. Und dieſen letzten Einwurf beſeitigen ſie endlich damit, daß ſie ſagen:Unſre für das Bündniß anzuführenden Gründe ſind aber überzeugender Art. Von der Beſeitigung dieſes letzten Einwurfs(uue εydo αααο) gehen ſie dann über auf das Euεσαέον welches ihre Bundesgenoſſenſchaft für Athen bietet und ſchließen dies der Abweiſung des letzten Einwurfs an, wie ſie der der erſten beiden Einwürfe das Unbillige derſelben folgen ließen. Ich überſetze alſo die Worte:Sodann werden ſie es für ein Unrecht anſehen, wenn ihr euch überreden laßt zu dem, was wir bitten. Damit erklärt ſich aber auch das folgende de ino*¹d, welches alſo nicht in 7 verwandelt zu werden braucht.

2. Rede der Korinthier. cap. 37, 1. dà7 XA μεσ☛ᷣ*. 1. 1

Thuk. hat hier mit der ungewöhnlichen Stellung wohl einen Zweck verbunden und nicht, wie Poppo und nach ihm Class. ſagt, einfach a, ds zal für an³να n ag geſagt. Er hebt mit dieſer Stellung desat das vuels hervor gegenüber dem ogäc in xeεοε τ⁶ ϑεέςανσσα ές. ⁴A* d a? uelc iſt deshalb nicht geſagt n worden für a³⁵ ντόαα mmέονι roντον ες αμάe, ſowie vielmehr für aAld α ντνεκαν ⁴ι ν dςα νμαμις. r. 4.

37, 2. 13 Ʒꝓ τ☚χα Qʃq‿ι‿μ‿ οα⁴d'

Der Umſtand, daß en? zu oor doer-, nicht wiederholt iſt, deutet wohl an, daß Thuk. die Worte u* doer; gewiſſermaßen als ein Wort gefaßt wiſſen will, als ob wir ſagen wollten:das höben ſie aus Büberei und Nicht⸗ Bravheit gethan.