Aufsatz 
Beiträge zur Übersicht der kurhessischen Flora : a) die Gefäßpflanzen von Hofgeismar, b) Nachträge zu Hoyer's Flora der Grafschaft Schaumburg
Entstehung
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Michten wir zunächſt unſere Aufmerkſamkeit auf die Umgebung Hofgeismars und deren Bodenbeſchaffenheit im Allgemeinen! Hofgeismar liegt im Thal des Eſſe⸗Flüßchens, welches in der Nähe von Wilhelmsthal entſpringt und bei dem Dorfe Stammen in die Diemel fällt. Sudlich wird das Gebiet der Eſſe begrenzt durch den ſ. g. Brand, welcher die Waſeerſcheide zwiſchen Fulda und Diemel bildet, und durch den Landrücken, der ſich von der Höhe des Brandes über Hohenkirchen zum Reinhardswalde fortſetzt; öſtlich vom weitgedehnten Plateau des Reinhards⸗ waldes; weſtlich von einer Bergkette, die als Fortſetzung des Habichtswaldes und Dörnbergs gegen Norden ſtreicht, das Thal der Eſſe von dem der Warme trennt, und bei Friedrichsdorf und Oſtheim dem Laufe der Diemel folgend eine nordöſtliche Richtung nimmt, ſo daß das Eſſe⸗ Thal auch im Norden beinah geſchloſſen wird, und zwiſchen dem Weſtberg zur Linken und dem ſteilen zweigipfeligen Schöneberg zur Rechten für das Flüßchen nur ein ſchmaler Durchgang bleibt.

Der Reinhardswald beſteht ſeiner Hauptmaſſe nach aus buntem Sandſtein, welcher von mehreren Granitkuppen, Gahrenberg, Staufenberg u. a., durchbrochen iſt. In der Nähe der Quellen der Lempe(eigentl. Lembecke) unfern Hombreſſen ſind bedeutende Thonlager, in der Niederung an der Lempe gelber und weißer Sand; der von Carlsdorf gegen Weſten gelagerte kahle Offenberg zeigt Röthel und Sandgeſchiebe; der noch weiter gegen Weſten bis hart an die Eſſe vorgeſchobene Papenberg iſt wieder vulkaniſcher Natur. Der weſtliche Höhenzug dagegen beſteht vorherrſchend aus Muſchelkalk, iſt aber ebenfalls von vielen Baſaltkuppen durchbrochen und überragt. Die anſehnlichſten derſelben ſind: der Schreckenberg und Schartenberg über Zierenberg, der Langeberg in der Nähe von Grebenſtein, der Roſenberg über Niedermeiſer, der an manch⸗ fachen Verſteinerungen reiche Wartberg(vulgo Wattberg) über Friedrichsdorf, der Anhalts⸗ berg über Liebenau, der mit dem prächtigſten Hochwald bedeckte Heuberg,(nach Falckenheiner eigentl. Hoiberg) über Lamerden, der Weſtberg nördlich von Hofgeismar und der gegenüber auf dem rechten Eſſe⸗Ufer gelegene, durch ſeine öſtliche Abdachung mit dem Reinhardswald zuſammen⸗ hangende Schöneberg. Der Fuß des erſteren zeigt weichen Lehm, der des letztern ein zähes Thonlager. Die Berge zweiten Ranges an der Weſtſeite, Kelzerberg, Rabensberg, Sauberg,