Aufsatz 
Beiträge zur Übersicht der kurhessischen Flora : a) die Gefäßpflanzen von Hofgeismar, b) Nachträge zu Hoyer's Flora der Grafschaft Schaumburg
Entstehung
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IV

Grebenſtein, möglichſt auszufüllen geſucht hat.*) Anfangs war Vf. willens, ſich in der Aufzählung auf eine Auswahl der ſeltneren und merkwürdigern Pflanzen zu beſchränken. Bald aber überzeugte er ſich, daß eine ſolche Scheidung nicht wohl durchführbar ſei, indem manche Pflanze, die in dem einen botaniſchen Bezirk ſehr gewöhnlich iſt, in dem andern ziemlich ſelten vorkommt. So z. B. ſind Arum ma- culatum, Corydalis cava, Pulmonaria officinalis, Hedera Helix, Vinca minor u. ſ. w. um Hofgeismar ſo verbreitet, wie das gemeinſte Unkraut, während ſie in andern Gegenden, die in botaniſcher Hinſicht nicht gerade arm zu nennen ſind, ſelten auftreten. So ſcheint Teucrium Scorodonia faſt durch ganz Heſſen gemein zu ſein, während in Dietrich's Flora Jenensis dieſe Pflanze gar nicht als vor⸗ kommend aufgeführt wird. Darum hat Vf. geglaubt, bei Aufzählung der Gefäß⸗ pflanzen nach möglichſter Vollſtändigkeit ſtreben zu müſſen.

Anhangsweiſe habe ich noch einige Supplemente zu Hoyer's Flora der Grafſchaft Schaumburg(itinſchließlich der in dem genannten Buche nicht berückſichtigten Farrenkräuter) aufgeführt, wozu außer Herrn Hoyer ſelbſt auch noch Hr. Kreisſekretar Avenarius in Rinteln, Hr. Apotheker Graf in Sachſen⸗ hagen, und ein früherer wackerer Schüler von mir, der Pharmaceut Ernſt Bödeker aus Sulingen, ihre Beiträge geſteuert haben.

Da ich dieſeBeiträge überhaupt als Ergänzungen zu der von den Herren Pfeiffer und Caſſebeer in der Zeitſchrift des Vereins für heſſ. Geſch. und Landeskunde veröffentlichtenÜberſicht der Kurheſſiſchen Flora betrachte, ſo bin ich denſelben ſowohl in der Anordnung als Nomenclatur gefolgt.

So mögen denn dieſe anſpruchsloſenBeiträge ihren Weg zu den Freun⸗ den der Heſſiſchen Pflanzenwelt ſich ſuchen und bei denſelben als das Werk eines Dilettanten eine nachſichtige Aufnahme ſich erbitten.

Rinteln, im Februar 1848.

*) Die von demſelben aufgefundenen Pflanzen und angegebenen Fundörter ſind ausdrücklich durch Pf. bezeichnet.