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hinreichte?*), auch fuͤr das kuͤnftige Leben wenig Nutzen gewaͤhren, und als Bildungsmittel fuͤr den Geiſt erfolglos bleiben.
Die eingefuͤhrte Unterrichts-Methode nimmt dagegen unmittelbar den Verſtand in Anſpruch, und die Hand verſagt ihr ſelten den Dienſt, den dieſer beim Zeichnen von ihr fordert.
Die Nachahmung und Darſtellung ſichtbarer Naturgegenſtaͤnde iſt aber zu⸗ naͤchſt die Aufgabe fuͤr den Zeichner, nicht das mechaniſche Nachzeichnen von Vorlegeblaͤttern, deſſen Nutzloſigkeit in der Paͤdagogik ſchon laͤngſt erkannt wor— den iſt. Der Zeichnungs⸗Schuͤler wird demnach ſogleich auf einfache, in ihren Begrenzungen leicht aufzufaſſende Naturkoͤrper, auf die, von geraden Linien und ebenen Flaͤchen eingeſchloſſenen Wuͤrfel und Langwuͤrfel hingewieſen, bei deren Nachbildung der Verſtand zugleich mit der Uebung der Hand ſo ſtufen— geiaͤß entwickelt wird, daß der Schuͤler, bei einiger Luſt und dem gehoͤrigen Fleiße, es in drei oder vier Jahren, in welchen er den Unterricht zu genießen Gelegenheit hat, ſchon dahin bringen kann, nicht allein einfache perſpectiviſche Anſichten von dem Aeußern und Inneren der Gebaͤude und andern Gegenſtaͤn⸗ den mit Licht und Schatten richtig ausfuͤhren, ſondern auch Gypsbuͤſten und Figuren mit gleicher Genauigkeit darſtellen und von Kupferſtichen und Hand— zeichnungen getreue Copien machen zu koͤnnen; ſo daß er in dieſen Jahren einen ſichern Grund legt, worauf er ſein weiteres Streben jederzeit ſtuͤtzen kann, um nach Luſt und Beduͤrfniß, auch ohne Unterricht, die Zeichnungskunſt zu uͤben. Zur richtigen Beurtheilung und Wuͤrdigung der angefuͤhrten Unter⸗ richts⸗Methode ſowohl, als auch zur Ermunterung mancher Schuͤler, welche ſich bis heran, an einem belohnenden Erfolge zweifelnd, vom Zeichnungs-Unter— richte ausſchloſſen, ſoll nun hier das Weſentliche unſerer Methode auseinander geſetzt werden.
1) Die Verhaͤltniſſe der darzuſtellenden Naturgegenſtaͤnde richtig erkennen
und mit ſicherem, durch den Verſtand geleiteten Augenmaße auffaſſen zu leh⸗ ren, iſt ein Hauptbeſtreben des Unterrichts.
2) Das Zeichnen beginnt demnach ſogleich nach Naturkoͤrpern, welche dem Schuͤler nach einer ſeinen Faͤhigkeiten angemeſſenen Stufenfolge aufgeſtellt werden.
*) Aus dem Lectionenplane geht hervor, daß die Schüler die Woche nur zwei Stunden dem Zeichnungs⸗Unterrichte widmen koͤnnen. Im Durchſchnitte macht dies, die Ferien abgerechnet, ungefaͤhr 80 Stunden jäͤhrlich, alſo zehn Tage, jeden zu acht Arbeitsſtunden, aus. Nach dieſem Maßſtabe müſſen nothwendig die Leiſtungen der Schuler beurtheilt werden.


