Aufsatz 
Die Einfälle der Normänner in Teutschland : eine historische Abhandlung / Georg Lauteschläger
Entstehung
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des Iſokrates fuͤr Evagoras und Nikokles, Vertheidigungsrede fuͤr den ange klagten Beliſar, uͤber die griechiſchen Dichterinnen, uͤber den Nachruhm, die Erhabenheit der helleniſchen Geiſtesbildung, Rede des Pompejus gegen Caͤſar im roͤmiſchen Senat u. ſ. w. Hierzu Vortrag uͤber die Rhetorik und Poetik, letztere mit metriſchen Uebungen nach Krebs bis zum Hexameter. Franzoͤ ſiſch(2 St.), Bender, aus Roquette's Uebungen wurden 6 Stuͤcke muͤndlich und ſchriftlich in's Franzoͤſiſche uͤbertragen, uͤber Juſtinian's Regierung Vortraͤge und Geſpraͤche gehalten, und aus Marmontel's Beliſar die erſten 8 Capitel in's Teutſche uͤberſetzt. Teutſch(2 St.), Baur, Einiges aus der Theorie und Literatur der ſchoͤnen Redekuͤnſte, Styluͤbungen, Theorie des muͤndlichen Vor trags, mit praktiſchen Uebungen verbunden, Muſterſtuͤcke von verſchiedenen Stylgattungen wurden theils muͤndlich theils ſchriftlich erklaͤrt. Religion (2 St.), Dilthey, Einleitung in das neue Teſtament, die vier Evangelien und der groͤßere Theil der Apoſtelgeſchichte wurden im griechiſchen Original geleſen. Mathematik, Lauteſchlaͤger. Arithmetik(2 St.), die Permutationen, Va⸗ riationen und Combinationen, binomiſcher Lehrſatz. Geometrie, Phyſik, Geſchichte und Singen wie in I.

Außerdem wurde zwei Mal woͤchentlich vom Hofcantor Rink große Sing⸗ ſtunde fuͤr alle Klaſſen gehalten, und in einer woͤchentlichen Lehrſtunde Unterricht im Clavierſpielen und der Theorie der Muſik ertheilt. Der Galleriedirector Dr. Muͤller ertheilte fortwaͤhrend den Unterricht im Zeichnen und erwarb ſich um unſere Anſtalt ein vorzuͤglich dankenswerthes Verdienſt, indem er freiwillig fuͤr das Sommerſemeſter zwei außerordentliche Lehrſtunden uͤbernahm. In der einen derſelben wurde die geometriſche Zeichnungslehre vorgetragen, in der andern ein Vortrag uͤber die Geſchichte und Theorie der bildenden Kunſt gehalten; jene ſollte eine zur Ergaͤnzung der geometriſchen Lectionen wuͤnſchenswerthe und zur Aufnahme geodaͤtiſcher und architektoniſcher Projectionen nothwendige Fertigkeit gewaͤhren, dieſe, mit Benutzung der reichen Schaͤtze des Großherzoglichen Muſeums verbunden, ſich an die archaͤologiſchen Lectionen anſchließen und den Kunſtgeſchmack bilden. Doch es wird nicht unzweckmaͤßig ſein, hieruͤber den ausgezeichneten Kuͤnſtler und Kunſtkenner ſelbſt in Folgendem zu vernehmen.

Ueber den Unterricht im Zeichnen.

Dem allgemeinen Bildungsplane unſeres Gymnaſiums gemaͤß, iſt auch der Zweck des Zeichnungs⸗Unterrichtes vorzuͤglich auf die Entwickelung der Denk; und Urtheilskraft bei den Schuͤlern gerichtet; denn die Einuͤbung einer bloß mechaniſchen Fertigkeit der Hand wuͤrde außerdem, daß dazu die Zeit nicht