Aufsatz 
Der Vogel Phönix : ein angelsächsisches Gedicht / stabreimend übers. von C. W. M. Grein
Entstehung
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von wo am leichlesten er den Lauf der Sonne

120.

125.

130.

135.

140.

an den Ostwegen beachten kann, wann des Athers Leuchte

. über die Holmbrandung heiter scheine,

des Lichtes Leuchtglanz. Das Land ist geschmückt wonnigschön, sobald die Weltleuchte

übern Gang des Meers den Grund bescheint,

das edelste Gestirn, übern Erdkreifz hin.

So wie die Sonne nun die Salzflutströme

hoch überragt, dann steigt der herlichbunte Vogel blinkend von des Haines Baume aufwüärts

und färt dann federschnell im Flug durch die Lüfte, singt und jubelt der Sonne entgegen.

Dann ist so freudig des Vogels Gebaren:

in des Herzens hoher Freude hebt er an wechselnd Wonneklänge wunderbarer

mit hérer Stimme als der Helden einer

je hörte unterm Himmel, seit der Hochkönig

der Würker aller Glorie die Welt gegründet, Himmel und Erde. Es ist des Hochlieds Klang süfzer und wonnsamer denn alle Sangeskünste

und lieblicher denn der Lieder jedes.

Diesem Halle gleichen nicht Hörner noch Posaunen, nicht Harfentöne noch eines Helden Stimme

auf Erden irgend noch Orgelklang,

nicht Schall der Flöte noch Schwanes Feder

moch der Töne irgend einer, die der Bwige schuf

zum Jubel uns Menschen in dieser Jammerwelt. So singt und jubelt er in sélger Wonne,

bis die Sonne drauf am Südhimmel

zu sinken anfängt: dann schweiget er

und das Haupt erhebend horcht er auf

dreist, gedankenklug und dreimal schüttelt er 1