Aufsatz 
Der Vogel Phönix : ein angelsächsisches Gedicht / stabreimend übers. von C. W. M. Grein
Entstehung
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II.

Den Wald bewacht ein wunderschöner Vogel ſederkräftig, der Phönix heiftet. Einsam lebt er auf dem Eiland dort ein teures Leben: nie der Tod im schadet in dem Wonneland, solang die Welt besteht. Er soll beachten der Sonne Lauf und entgegen kommen der Goltes Leuchte, der glanzvollen Gemme, und begierig achten, wann aufwärts steige das edelste Gestirn im Osten glänzend über des Oceans Wogen, das alte Werk des Vaters, wonnig leuchtend, Gottes helles Zeichen: verhüllt sind die Sterne, gewandelt unters Wogenmeer am Westhimmel, verdunkelt bei des Tages Anbruch, und die düstre

Nacht

die schwarze weicht. Es schaut alsdann der federstolze Vogel über die Fluten hin: unter der Luft übers Meer hin lugt er eifrig, wann er aufsteigen im Osten sehe über die See die weite der Sonne Glanz. So wont der edle Vogel da einsam an der Quelle wunderherlich am Wellgeriesel, wo zwölfmal sich der zierreiche pebadet in dem Brunnen, eh blendend kommt des Athers Leuchte, und eben so vielmal von dem wonnesamen Wellgeriesel kostet er, dem kalten, bei der Külbäder jedem. Sich selber drauf nach dem Schwimmspiele erhebt er hochgemut auf einen hohen Baum,